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Weltlesebühne

Kiel | 15. November 2021| 19 Uhr
Weltlesebühne - ein James-Baldwin-Abend mit Miriam Mandelkow
Moderation: Karen Nölle
Ort: Literaturhaus Schleswig-Holstein, Schwanenweg 13, 24105 Kiel
Eintritt 7 / 4 Euro

Voranmeldung nötig. Es gilt die sogenannte 3G-Regel gilt, der Zutritt ist nur für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen (max. 24 Stunden alt) möglich und der jeweilige Nachweis ist vorzulegen. Bestellungen: https://literaturhaus-sh.de/bestellservice/Eintrittskarten.html

Fünf Romane Baldwins hat die Hamburger Übersetzerin bislang neu übersetzt, zuletzt "Ein anderes Land". Über diese besondere Arbeit spricht sie mit ihrer Kollegin Karen Nölle. "Ein anderes Land" von James Baldwin erzählt die Geschichte eines schwarzen Jazz-Musikers, Rufus Scott, der sich in die weiße Leona verliebt. Doch dann ist Rufus tot und seine Schwester Ida sucht verzweifelt nach einer Erklärung, doch die Wahrheißt reißt wieder neue Wunden auf. Der Roman thematisiert die lange Geschichte von Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Ins Deutsche übertragen hat ihn Miriam Mandelkow, deren sicheres Gespür für Rhythmus und Stil von Baldwins einzigartigem Sound zwischen Bibel und Slang ihr schon für die Übersetzung von "Von dieser Welt" den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis eintrug. Moderiert wird der Abend im Rahmen der "Weltlesebühne" von ihrer Übersetzerkollegin Karen Nölle.

Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik in Hamburg und den USA und übersetzt seit 20 Jahren aus englischen Sprachen, u.a. NoViolet Bulawayo, Samuel Selvon, Eimear McBride und Ta-Nehisi Coates. Für ihre Neuübersetzungen der Werke von James Baldwin erhielt sie 2020 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis.

Karen Nölle lebt als Literaturübersetzerin, Lektorin und Autorin in der holsteinischen Schweiz. Seit 2019 ist sie Präsidentin des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses SH in Kooperation mit der Weltlesebühne und dem Englischen Seminar der CAU Kiel. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.

Weimar | 30. September 2021 | 20 Uhr
"Kreuz und Quer" - übersetztes Amerika in Lesung und Gespräch
Miriam Mandelkow und Henning Bochert lesen aus ihren Übersetzungen von James Baldwins "Ein anderes Land" und Susan Glaspells "Regierungsziege".
Ort: Galerie ACC Weimar e. V., Burgplatz 1+2, 99423 Weimar
Eintritt: 3 / 2 Euro

Anlässlich des diesjährigen Hieronymustags, des Internationalen Tags des Übersetzens, lädt die ACC Galerie erneut zwei Übersetzer*innen ein, Miriam Mandelkow und Henning Bochert, die diesmal in einer anregenden Gesprächslesung kreuz und quer durch die amerikanische Literatur und ihre translatorischen Herausforderungen führen. Sie werden Prosapassagen aus den großen und kleinen Werken James Baldwins und Susan Glaspells lesen und über mögliche Auswirkungen der Differenzen zwischen Autor*innen und Übersetzer*innen auf ihre Übersetzungsarbeit sprechen. Im Sinne einer Transparenz der übersetzerischen Arbeit legen sie die Vorgänge offen und sprechen mit dem Publikum über die spannenden Texte und die Herausforderungen ihrer Arbeit.

Henning Bochert, geboren in Wuppertal, Schauspieldiplom an der Universität der Künste Berlin, arbeitet als Autor, Dramaturg und staatlich geprüfter Übersetzer für Englisch in Berlin. Er betreibt eine Übersetzungsagentur und engagiert sich u. a. bei Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V.

Miriam Mandelkow, in Amsterdam geboren, übersetzt seit 20 Jahren aus englischen Sprachen, u. a. Werke von Richard Price, Eimear McBride, Samuel Selvon, und Ta-Nehisi Coates. Für ihre Neuübertragungen der Werke von James Baldwin erhielt sie 2020 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e. V. in Zusammenarbeit mit Kulturprojekt 21 e.V. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.

 

 

Beeskow | 30. September 2021 | 19 Uhr
Über die Oder gesprungen
Lisa Palmes liest aus ihrer Übertragung von Filip Springer, "Kupferberg. Der verschwundene Ort".
Moderation: Katharina Raabe
Ort: St.-Marienkirche Beeskow, Kirchplatz 1, 15848 Beeskow an der Spree
Eintritt frei

Wenn die Übersetzer nicht wären, was wüssten wir dann selbst von den nächsten Nachbarn? Von der großen Tradition der polnischen Reportage? Und von Miedzianka/Kupferberg, einem Ort, der vom Bergbau ebenso geprägt war wie die Lausitz diesseits der Oder? Katharina Raabe spricht mit der Übersetzerin und dem Publikum über deutsch-polnische Gemeinsamkeiten, die vielfältigen Aktivitäten einer Übersetzerin und die Kunst, für ein fremdes Buch die richtigen Worte zu finden.

Lisa Palmes studierte Philosophie, Polonistik und Germanistische Linguistik und ist freie Übersetzerin polnischer Literatur. Als Kulturvermittlerin organisierte sie Gesprächsreihen mit polnischen Schriftstellern, seit 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Digitale Lexikographie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Katharina Raabe studierte Musik, Musikwissenschaft und Philosophie. Sie arbeitete als Geigenlehrerin, Lektoratsassistentin und als literarische Lektorin bei Rowohlt Berlin. Seit Juli 2000 ist sie Lektorin im Suhrkamp Verlag für osteuropäische Autoren und Themen. Für Ihre Vermittlertätigkeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Sprachpreis.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der St. Marienkirche in Beeskow. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e.V., unterstützt durch Brandenburgischer Literaturrat aus Mitteln des MWFK und dem Landkreis Oder-Spree

 

Gut Wittmold | 1. September 2021 | 19 Uhr
Literatur übersetzen, wie geht das?
Vier Übersetzer:innen im Gespräch
Moderation: Wilfried Hauke
Ort: Gut Wittmoldt, 24306 Wittmoldt
Eintritt mit Imbiss 15 €, nur Abendkasse
Corona Test- bzw Impfnachweis erforderlich. Anmeldung bitte über Telefon 0151 46564999 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wer Bücher liest, tut das in der Regel nicht, um die Kunst einer Übersetzerin oder eines Übersetzers zu genießen. Wenn wir etwas aus einer Sprache lesen wollen, die wir nicht fließend lesen können, nehmen wir es uns auf Deutsch vor. Dass es von jemandem in unsere Sprache geholt, gebracht, übertragen wurde, daran denken wir eher wenig.
Aber wie sehr gleichen, wie unterscheiden sich Original und Übersetzung? Was müssen Übersetzer:innen tun, um dem Original möglichst nahezukommen?
Wie viel Freiraum haben Übersetzende? Wie eng sind ihre Möglichkeiten? Sie übersetzen ja nicht nur Wörter, sondern ganze Texte aus einer anderen Kultur, einer fremden Literatur, die anderen Sitten gehorcht als die hiesige. Wie alt, wie frisch soll ein Text klingen, der vor fünfzig oder gar hundert Jahren, geschrieben wurde und jetzt neu übersetzt wird? Wie viel Pathos darf ein deutscher Text enthalten? Wie funktionieren Redewendungen und Metaphern in verschiedenen Sprachen?

Vier Übersetzende aus vier verschiedenen Sprachen präsentieren Passagen aus laufenden Projekten und stellen ihre Entscheidungen zur Diskussion. Das Publikum ist herzlich eingeladen, mit über alternative Lösungen nachzudenken.
Es unterhalten sich:
Bettina Bach, Niederländisch, über ihre Arbeit an dem Roman "Phon" von Marente de Moor
Miriam Mandelkow, Englisch, über ihre Neuübersetzung des Essays "A Question of Identity" von James Baldwin
Olga Radetzkaja, Russisch, über ihre Neuübersetzung von "Zoo" von Viktor Schklowski
Luis Ruby, Spanisch, über seine Arbeit an dem Roman "Der dunkle Raum" von Isaac Rosa

Bettina Bach, geboren 1965, wuchs in Deutschland und Frankreich auf. Seit 2002 übersetzt sie aus dem Niederländischen und Französischen, 2014 erhielt sie für ihre Übersetzung von Arjan Vissers "Der blaue Vogel kehrt zurück" den Else-Otten-Preis.

Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, lebt in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Werke von James Baldwin, Samuel Selvon, Richard Price, Ta-Nehisi Coates, David Vann und Eimear McBride. 2020 wurde sie mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

Olga Radetzkaja, geboren 1965, arbeitet als freie Übersetzerin, vor allem aus dem Russischen, und als Redakteurin der Zeitschrift OSTEUROPA. Sie übersetzte Werke u.a. von Julius Margolin, Vladimir Sorokin und Evgenij Vodolazkin. 2019 erhielt sie den Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW.

Luis Ruby, geboren 1970, übersetzte u.a. Hernán Ronsino, Carlo Fruttero und Clarice Lispector. Er wurde für seine Arbeit u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Münchner Literaturstipendium ausgezeichnet. Lebt und arbeitet in München.

Dr. Wilfried Hauke, 1957 in Kiel geboren, ist Regisseur und Filmemacher. Er studierte Germanistik, Geschichte und Skandinavistik in Kiel, Aarhus und Kopenhagen, arbeitet seit 1991 als freier Filmemacher und ist Urheber zahlreicher internationaler Produktionen, dokumentarischer Serien und Künstlerbiografien. Aktuell arbeitet er an einem Spiefilm über Theodor Storm.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Seeweg Gut Wittmoldt e.V. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.


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