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Weltlesebhne

Berlin | 30. September 2020 | 19 Uhr
Alles neu in Máchas Máj?
Der Übersetzer Ondřej Cikán und der Bohemist Alexander Woell sprechen über die Neuübersetzung des tschechischen Klassikers
Ort: Tschechisches Zentrum Berlin, Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin
Eintritt frei, coronabedingt ist die Platzkapazität begrenzt und eine vorherige Registrierung unter https://machas-maj.eventbrite.de nötig, ein Einlass nach Beginn der Veranstaltung ist nicht möglich.

"Es war spät Abend – erster Mai – abends der Mai war Liebeszeit." So beginnt Ondřej Cikán seine deutsche Übertragung von Karel Hynek Máchas Versepos "Máj", mit dem der tschechische Dichter der Romantik in seiner Heimat unsterblich geworden ist. In diesem Werk, das heute zum Kanon der tschechischen Literatur gehört, erzählt Mácha von dem Räuberhauptmann Vilém und seiner Geliebten Jarmila. Vilém hat seinen Nebenbuhler erschlagen, von dem er nicht wusste, dass dieser sein Vater ist. Vor der drohenden Hinrichtung verabschiedet er sich in beeindruckenden Bildern aus dem Leben.

Acht Jahre nach der Veröffentlichung des tschechischen Originals 1836 erschien die erste deutsche Übersetzung des jungen Medizinstudenten Siegfried Kapper, in der Folgezeit versuchten sich mehrere Übersetzer und Nachdichter an einer deutschen Fassung. Im März 2020 veröffentlichte der österreichisch-tschechische Dichter Ondřej Cikán in seinem Verlag Ketos eine aktuelle Übertragung, in der er die formalen Eigenheiten des "Máj" möglichst originalgetreu nachgestaltet. Im Gespräch mit Prof. Alexander Woell, der sich in Forschung und Lehre intensiv mit Mácha und seinem lyrischen Epos beschäftigt hat, erzählt er von seiner Übersetzungstätigkeit und liest aus der aktuellen Übertragung.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Tschechische Literaturzentrum Prag.

 


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