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Weltlesebhne

Berlin | 1. Dezember 2018 | 14 Uhr
Im Schatten des Literaturbetriebs: Wer will Übersetzer*innen sehen?
Podiumsdiskussion mit Thomas Böhm, Martina Kempter und Olga Radetzkaja
Moderation: Julian Müller
Ort: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Eintritt frei

Wer sichtbar ist, wird gelesen – das gilt für auf Deutsch geschriebene und ins Deutsche übersetzte Bücher gleichermaßen. Bestsellerautor*innen werden oft zur eigenen Marke und entwickeln eine Fangemeinde. Bestsellerübersetzer*innen hingegen selten. Wie steht es um die Sichtbarkeit von Übersetzer*innen im Literaturbetrieb? Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle? Mit welchen Strategien können Übersetzer*innen zu sichtbaren Akteuren werden?

Thomas Böhm leitete das Programm des Literaturhauses Köln (1999 – 2010), des internationalen literaturfestivals berlin (2014 – 2016) und gestaltete das Programm des Ehrengastauftritte Islands (2011), der Schweiz (2014) und Norwegens (2019) bei den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Bücher über die Lesung als Kunstform sowie zum Social Reading. Seit 2015 ist er Moderator der Sendung „Die Literaturagenten“ des rbb-Senders radioeins, für den er auch Lesungen mit internationalen Autorinnen organisiert und moderiert. Seine jüngsten Veröffentlichungen sind „Irrwege zum Ruhm. Weltliteratur in Korrektur“ und das Hörspiel zur ARD Fernsehserie „Babylon Berlin“

 Martina Kempter, geboren 1961 in Meßkirch, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Freiburg i. Br. und Bologna und übersetzt seit gut 25 Jahren aus dem Italienischen. Sie lebt und arbeitet in Berlin, zeitweise als wissenschaftliche Redakteurin (/Ästhetische Grundbegriffe/ und /Weimarer Beiträge/) und übersetzte unter anderem Carlo Ginzburg, Alberto Savinio, Marco d’Eramo. Martina Kempter ist Gründungsmitglied der Weltlesebühne e. V.

 Olga Radetzkaja, geboren 1965, studierte Slavistik und Komparatistik, Übersetzerin aus dem Russischen, u.a. von Lew Tolstoj, Julius Margolin, Evgenij Vodolazkin, Vladimir Sorokin, Viktor Schklowskij, Maria Stepanova. Sie ist Co-Autorin des Dokumentarfilms "Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen" (2003) und arbeitet seit 2008 als Redakteurin bei der Zeitschrift OSTEUROPA.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der Lettrétage e.V. Gefördert von TOLEDO – ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds.