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Weltlesebhne

Berlin | 6. Juni 2014 | 20 Uhr
Fisch im Ohr, Welt im Kopf
Das Abenteuer des Übersetzens

Ein Podiumsgespräch mit David Bellos (Übersetzer und Autor), Silvia Morawetz (Übersetzerin), Daniel Loayza (Übersetzer)
Moderation: Frank Heibert (Übersetzer)

Ort: Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin
Eintritt frei

Wie schaffen es Menschen, sich miteinander zu verständigen – schon gar über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg? Übersetzen liegt im Kern unserer kulturellen Identität. David Bellos, Professor an der Uni Princeton (USA) und selbst auch literarischer Übersetzer, wirft tausend spannende Fragen auf und bietet viele oft überraschende Antworten und Beispiele, in einer geistreichen tour d’horizon, die Historisches, Theoretisches und Anekdotisches gekonnt und pointiert verknüpft. „Zum Übersetzen ist schon so gut wie alles gesagt worden – aber selten so gewitzt.“ (Durs Grünbein)

Im Rahmen der Tagung des Dachverbands europäischer Literaturübersetzerverbände (CEATL) diskutieren David Bellos, seine deutsche Übersetzerin Silvia Morawetz und sein französischer Übersetzer Daniel Loayza über Tücken und Wonnen des Übersetzens, moderiert von Frank Heibert.

David Bellos lehrt seit 1997 Französische, Italienische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Princeton University, wo er auch ein Programm in Übersetzung und Interkultureller Kommunikation leitet. Das Thema der Literaturübersetzung nimmt im breitgefächerten Forschungsfeld des Professors, der außerhalb des akademischen Kontexts auch selbst als Übersetzer und Biograph von Georges Perec hervorgetreten ist und mehrere Preise gewann (1988 den French-American Foundation’s translation prize, 1994 den Prix Goncourt de la Biographie und 2005 den Man Booker International translator’s award), einen prominenten Platz ein. Sein Buch "Is That a Fish in Your Ear? Translation and the Meaning of Everything" erschien bei Penguin (UK) und Faber (USA) im Herbst 2011.

Dessen Übersetzung ins Französische, die unter dem Titel "Le poisson e le bananier" 2012 bei Flammarion in Paris herauskam, besorgte zusammen mit dem Verfasser Daniel Loayza, der aktuell als künstlerischer Berater, Dramaturg und Übersetzer am Odéon – Théâtre de l’Europe arbeitet. Für Aufführungen am Theater übersetzte der ausgebildete Altphilologe Die Trachinierinnen des Sophokles, aber auch Tennessee Williams. Unlängst erschienen ist seine Übersetzung der Fabeln des Äsop.

Silvia Morawetz lebt und arbeitet als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur (u.a. Louis Bayard, Joyce Carol Oates, Anne Sexton) in Celle und ist verantwortlich für die deutsche Bellos-Übersetzung "Was macht der Fisch in meinem Ohr? Sprache, Übersetzen und die Bedeutung von allem" (Eichborn, Köln 2013).

Frank Heibert, mehrfach ausgezeichneter Übersetzer von u.a. Richard Ford, Don De Lillo, Neil LaBute und Yazmina Reza sowie Verfasser des Buchs "Das Wortspiel und seine Übersetzung" (Gunter Narr, Tübingen 1993), wird das Podium moderieren.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. und des Eichborn Verlags. Gefördert durch das Land Berlin (Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten)

 

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