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Weltlesebhne

Leipzig | 20. Oktober 2020 | 19.30 Uhr
Hilbig Übersetzen. Werkstattgespräch
Mit Isabel Fargo Cole und Roberta Gado
Moderation: Clemens Meyer
Eintritt: 4 / 2 Euro
Anmeldung unter 0341 30 85 10 86 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Allein die Poesie könne Weltsprache sein, weil nur sie das ›Unsagbare‹ weiterzugeben vermag. Dieses Postulat Wolfgang Hilbigs von 1988 löst seine Schreibweise, auch in Erzähltexten musikalisch und dicht, ein – und stellt die Übersetzerinnen und Übersetzer seiner in nahezu zwanzig Sprachen übertragenen Werke vor zahlreiche Herausforderungen. Die jüngsten Übersetzungen legten die Amerikanerin Isabel Fargo Cole und die Italienerin Roberta Gado vor, die ihre Erfahrungen, auch mit der Literaturkritik und Publikumsresonanz in ihrer Heimat, austauschen werden. Moderiert wird das Werkstattgespräch von Hilbig-Bewunderer Clemens Meyer, dessen Werke ebenfalls von Roberta Gado (zusammen mit Riccardo Cravero) übersetzt werden.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena/Illinois, auch Schriftstellerin, übertrug viele Werke Hilbigs ins Englische: "Ich", "Alte Abdeckerei" (Helen-und-Kurt-Wolff-Übersetzerpreis), "Die Kunde von den Bäumen", "Die Weiber", und "Der Schlaf der Gerechten".

Roberta Gado, geboren 1974, 2014 mit dem Deutsch-Italienischen Preis für Literaturübersetzung geehrt, übersetzte von Hilbig "Alte Abdeckerei" (2019); demnächst "Ich" und "Das Provisorium" (mit Riccardo Cravero).

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e. V. und der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e. V. im Rahmen des Literarischen Herbstes 2020, gefördert durch den Sächsischen Übersetzerverein "Die Fähre" e.V. und das Kulturamt der Stadt Leipzig

Leipzig | 12. März 2020 | 18 Uhr
"Das venezianische Spiel"
Buchvorstellung und Gespräch mit italienischem Abendessen im Rahmen von "Leipzig liest"
Ort: Kochschule ganz & gar, Lange Str. 31, 04103 Leipzig
Eintritt: 30 € für Abendessen und Begrüßungsgetränk
Diese Veranstaltung fällt aufgrund der abgesagten Buchmesse leider aus.

Der britische Autor Philip Gwynne Jones und die Übersetzerin Birgit Salzmann stellen den Kriminalroman "Das venezianische Spiel" vor und sprechen über den Text und Venedig.

Philip Gwynne Jones stammt aus Wales, lebt aber seit 2011 in Venedig, wo er anfing als Englischlehrer und Übersetzer zu arbeiten. Inzwischen schreibt er auch Kriminalromane, in denen sowohl seine Liebe zu Venedig als auch seine Begeisterung für Kunst Musik und Architektur deutlich mitschwingen.

Birgit Salzmann studierte Deutsche Sprache und Literatur, Anglistik und Romanistik und übersetzt seit vielen Jahren englischsprachige Literatur ins Deutsche. Sie ist Mitglied des VdÜ und der Weltlesebühne e.V. und wurde mehrmals mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. Nach Venedig zieht es sie seit über 25 Jahren immer wieder. Sie lebt mit ihrer Familie in Marburg.

Eine Veranstaltung von "Leipzig liest" (Rowohlt Verlag), Weltlesebühne e.V. und Kochschule ganz & gar, Leipzig

Leipzig | 12. März 2020 | 14 - 15 Uhr
Über den Tellerrand? Literaturübersetzen in der DDR
Moderation: Andreas Kelletat
Ort: Leipziger Buchmesse, Übersetzerzentrum, Halle 4, Stand C505
Diese Veranstaltung fällt aufgrund der abgesagten Buchmesse leider aus.

Für viele war Literatur in der DDR ganz real das Fenster zur Welt. Wie aber sah der Arbeitsalltag von Literaturübersetzern aus, wie ihre Zusammenarbeit mit den Verlagen? Wie nahmen sie ihren Status in der Gesellschaft wahr, wie war ihr Selbstverständnis? Welche Rolle war von der DDR-Kulturpolitik für sie vorgesehen? Was geschah, wenn die Zensurbehörde nachträgliche Änderungen an der Übersetzung forderte, und wie viel Einfluss hatte die Übersetzersektion des Schriftstellerverbandes? Karin Krieger und Andreas Tretner diskutieren über eigene wie fremde Erfahrungen und sich wandelnde Sichtweisen.

Karin Krieger (geb. 1958 in Berlin) zählt zu den bekanntesten deutschen Übersetzerinnen aus dem Italienischen (Alessandro Baricco, Claudio Magris, Elena Ferrante). Nach einem Studium der Romanistik an der Humboldt-Uiversität zu Berlin übersetzte sie zunächst für eine Presseagentur, ab 1988 wandte sie sich auch literarischen Texten zu. Der Beginn ihrer Laufbahn als Literaturübersetzerin fällt somit genau in die Wendezeit.

Andreas Tretner (geb. 1959 in Gera) wurde als Übersetzer aus dem Russischen und Bulgarischen und Tschechischen (Viktor Pelevin, Vladimir Sorokin, Jáchym Topol) u.a. mit dem Paul-Celan-Preis und dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet. Auch er arbeitete nach einem Studium der Slawistik in Leipzig zunächst als Fachübersetzer, ab 1988 dann als Lektor im Verlag Reclam Leipzig und etwa ab derselben Zeit auch als Literaturübersetzer.

Andreas Kelletat (geb. 1954 in Hamburg) studierte Germanistik, Osteuropäische Geschichte, Skandinavistik, Russistik und Kunstgeschichte in Köln, er wurde mit einer Arbeit zur Geschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert promoviert. Als Professor für Interkulturelle Germanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschäftigt er sich sowohl mit translationswissenschaftlichen als auch mit literatur- und kulturgeschichtlichen Aspekten des Übersetzens. Er ist Herausgeber des Germersheimer Übersetzerlexikons, das sich als Grundlage einer zu schreibenden Kulturgeschichte des Übersetzens versteht.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Übersetzerzentrum und dem VdÜ. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.


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