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Weltlesebühne

Köln | 30. Oktober 2021 | 14 - 21 Uhr
Tag der Übersetzerinnen und Übersetzer
ÜberSETZEN und ÜBERsetzen - wie kommt Literatur ins Deutsche?
Ort: Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln
Tagesticket: 16 / 14 €, Mitglieder 12 € (zzgl. Gebühren)
Einzeltickets: 6 / 5 €, Mitglieder 4 € (zzgl. Gebühren)

Bitte denken Sie an das Tragen einer Maske und bringen Sie einen 3G-Nachweis mit. Für den Besuch der Veranstaltungen können Sie entweder Einzeltickets oder ein Tagesticket erwerben. Die Tickets erhalten Sie über die Homepage des Literaturhauses https://literaturhaus-koeln.de/ und an der Abendkasse.

Ein Großteil der Bücher, die wir lesen, wurde aus einer anderen Sprache übersetzt. Ist es ein Zeichen für eine "gute" Übersetzung, wenn man es beim Lesen nicht merkt? Fallen uns Übersetzungen nur auf, wenn sie "schlecht" sind? Und was bedeutet eigentlich eine "gute" oder "schlechte" Übersetzung? Wie entstehen Übersetzungen und unter welchen Bedingungen? Kann man das Übersetzen lernen oder ist es eine Begabung? Warum gibt es gerade in letzter Zeit so viele Neuübersetzungen? Einen halben Tag lang ermöglichen Übersetzer*innen einen Blick hinter die Kulissen des Übersetzens. In vier unterschiedlichen Veranstaltungen, die auch einzeln besucht werden können, stellen sie sich und ihre Arbeit vor.

14:00 Uhr BEGRÜSSUNG

14:15-15:30 Uhr WIE IM KINO – ROMANE VON DREHBUCHAUTOREN IN DER ÜBERSETZUNG
Heike Patzschke (Japanisch) und Christine Battermann (Arabisch) stellen zwei Bücher vor, deren Autoren aus der Filmbranche stammen: "Das Geschenk eines Regentages" von Makoto Shinkai / Naruki Nagakawa und "Diamantenstaub" von Ahmed Mourad. Die beiden Übersetzerinnen berichten aus ihrer Werkstatt, sprechen über die Besonderheiten beim Übertragen von Texten über die Grenzen verschiedener Kulturräume hinweg und lesen aus ihren Übersetzungen.

16:00-17:15 Uhr GLÄSERNES ÜBERSETZEN: ROLLE RÜCKWÄRTS
Was kommt dabei heraus, wenn zwei Übersetzungen eines deutschen Originaltextes – eine englische und eine indonesische – zurück ins Deutsche übersetzt werden? Wie nah liegen die Rückübertragungen wohl am Original? Wie laut sind die Stimmen der Übersetzer*innen? Tobias Rothenbücher und Sabine Müller wagen ein Experiment und lassen sich beim gläsernen Übersetzen über die Schultern schauen. Sie sind herzlich eingeladen, literarische Wendungen und Windungen zu finden und mitzudiskutieren.

17:45-19:00 Uhr KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ALS LITERATURÜBERSETZER? Künstliche neuronale Netzwerke wie Google Translator oder DeepL übersetzen immer besser und werden immer mehr genutzt, auch für Sachbücher und Belletristik. Braucht man also bald keine Literaturübersetzer*innen mehr? Wird ihre Tätigkeit demnächst darauf reduziert, in Sekundenschnelle maschinell erzeugte Texte zu redigieren? Welchen Wert misst man der Übersetzerkreativität bei – und bleiben Übersetzer* innen dann überhaupt noch Urheber*innen ihrer Werke? Eine Gesprächsrunde mit den Literaturübersetzerinnen Heike Patzschke und Stefanie Schäfer. Moderation: Peter Klöss.

19:30-21:00 Uhr NEUÜBERSETZT UND GESUNGEN
Eine Provinzgöre kommt nach Paris und stellt in nur zwei Tagen das Leben ihres Onkels und seiner Freunde komplett auf den Kopf. Stadtroman, Sprachspielfeuerwerk und Loblied auf Eigenwilligkeit und Freiheit des Menschen: Frank Heibert präsentiert seine Neuübersetzung von "Zazie in der Metro" (Suhrkamp 2019), dem frechen Klassiker von Raymond Queneau von 1959, in Lesung und Gespräch mit Larissa Bender. Der Abend wird abgerundet durch eine Handvoll passender jazziger Songs (Klavierbegleitung Holger Schwan).

 

Christine Battermann studierte Arabisch und Türkisch am Seminar für Orientalische Sprachen der Universität Bonn, wo sie nach ihrem Diplom von 1996 bis 2000 auch als Lehrbeauftragte für Türkisch tätig war. Seit 1999 arbeitet sie als freie Literaturübersetzerin hauptsächlich arabischer Prosa und Lyrik.

Larissa Bender ist Literaturübersetzerin aus dem Arabischen, Journalistin mit Schwerpunkt Syrien und arabische Literatur, Arabischdozentin, Moderatorin, Gutachterin für arabische Literatur sowie Beraterin für Verlage und Kulturveranstalter.

Frank Heibert übersetzt Literatur und Theater aus dem Englischen, Französischen, Italienischen, u. a. von Don DeLillo, Richard Ford, George Saunders, George Orwell, Boris Vian, Raymond Queneau, Marie Darrieussecq, Yasmina Reza. Auch Dozent, Autor, Kritiker, Jazzsänger. Diverse Preise, Straelener Übersetzerpreis 2017.

Peter Klöss lebt in Köln und übersetzt seit rund dreißig Jahren Belletristik und Sachbücher aus dem Italienischen und Englischen. Er war Mitglied im Vorstand des Übersetzerverbands und ist Mitgründer der ersten Agentur für Literaturübersetzer.

Sabine Müller ist Übersetzerin für Indonesisch und Englisch und tätig als Redakteurin für Online und Printmedien und als Indonesischdozentin. Sie studierte Ethnologie, Malaiologie und Soziologie in Köln sowie Indonesisch an der Gadjah Mada Universität/Yogyakarta.

Heike Patzschke ist Dolmetscherin/Übersetzerin für Japanisch und promovierte Japanologin. Seit 1998 arbeitet sie auch als Universitätsdozentin. Sie dolmetschte u. a. für den Nobel-Preisträger Kenzaburô Ôe, Haruki Murakami und übersetzte Werke von Mori Ôgai, Toshiki Okada u. a.

Tobias Rothenbücher hat Anglistik und Germanistik in Trier und Stoke-on-Trent studiert und zunächst als Redakteur in einem Verlag gearbeitet. Heute ist er freier Lektor und übersetzt Sachbücher und Belletristik aus dem Englischen. Er lebt mit seiner Familie in Bonn.

Stefanie Schäfer arbeitet als Übersetzerin für Niederländisch, Französisch, Afrikaans und Englisch. Bisher hat sie über 160 Titel aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch ins Deutsche übertragen. Sie hat in Heidelberg und Köln studiert und lebt in Köln.

Holger Schwan studierte an der Musikschule Köln Jazz-Klavier bei John Taylor und Hubert Nuss und schloss das Studium 2009 mit dem Diplom ab. Bei »Jugend Jazzt« war er mehrfacher Preisträger. Er lebt und arbeitet als Musiker und Klavierlehrer in Köln.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln. Mit freundlicher Förderung der Sparkasse KölnBonn und der Kunststiftung NRW

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