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Weltlesebühne

Heidelberg | 15. Oktober 2020 | 18 Uhr
Vom Rauschen und Rumoren der Welt
Claudia Steinitz und Tobias Scheffel über die Kunst des Übersetzens und Belinda Cannones Roman "Entre les bruits"
Moderation: Regina Keil-Sagawe
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal, Poststr. 15, 69115 Heidelberg
Eintritt 5 / 3 Euro, bitte anmelden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die kleine, aber sehr feine Edition Converso hat in diesem Frühjahr Belinda Cannones erotischen Roman "Entre les bruits" unter dem Titel "Vom Rauschen und Rumoren der Welt" auf Deutsch vorgelegt (251 Seiten, 22 €). Die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Man kann dem Verlag nur danken, daß er die in Tunesien geborene Französin Belinda Cannone mit diesem Buch endlich erstmals nach Deutschland holt. Und man merkt geradezu, welchen Spaß Claudia Steinitz und Tobias Scheffel daran hatten, diesen so eigenen Text im Deutschen nachzubilden". Claudia Steinitz und Tobias Scheffel werden Passagen des Romans lesen, Einblicke hinter die Kulissen des fertigen Texts geben, aus der Übersetzerwerkstatt berichten und vielleicht auch verraten, was ihnen bei der Arbeit an Cannones Buch Spaß bereitet hat.
http://literaturhausheidelberg.de/belinda_cannone/

Claudia Steinitz, geb. 1961, übersetzt aus dem Französischen Bücher von Véronique Olmi, Albertine Sarrazin, Virginie Despentes u.v.a.m.; gemeinsam mit Tobias Scheffel übertrug sie Romane und Erzählungen von Véronique Bizot. Am 16. Oktober wird sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Jane Scatcherd-Preis geehrt. Im Frühjahr erhielt sie den Johann-Friedrich-von-Cotta-Preis der Stadt Stuttgart.

Tobias Scheffel, geb. 1964, hat seit 1992 zahlreiche Werke aus dem Französischen übersetzt, u.a. von Fred Vargas, Gustave Flaubert, Jacques Le Goff, Jacques Roubaud und Georges Perec. Auszeichnungen: Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis und Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises in Würdigung seines Gesamtwerks.

Regina Keil-Sagawe lebt seit 1984 in Heidelberg, schreibend, unterrichtend, übersetzend, mit Schwerpunkt auf der frankophonen Literatur des Maghreb. Sie übertrug knapp 50 Titel ins Deutsche, u.a. Werke von Mahi Binebine und Mohammed Dib, lehrt am Bildungszentrum Heidelberg und hat das Heidelberger Unesco-City-of-Literature-Projekt "Mit Übersetzern Übersetzen" (2014 ff.) begründet.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg e.V. und dem DFK im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg 2020. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.

Heidelberg | 8. Oktober 2020 | 19.30 Uhr
Französische Literatur in Kanada: Drei Romane aus Québec
Ein Abend mit den Literaturübersetzer·innen Sonja Finck und Frank Heibert
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal, Poststr. 15, 69115 Heidelberg
Eintritt frei, bitte anmelden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

"Totalbeton": In einer fernen Zukunft wohnt "das Kind" mit seinen Eltern auf engstem Raum in der 5969. Etage. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter, nein: in diesem Beton? Karoline Georges (*1970) verbindet Science-Fiction und Existenzphilosophie zu einer verstörenden Dystopie. Übersetzt von Frank Heibert, erschienen im Secession Verlag.
"Sam ist weg" von Sophie Bienvenu (*1980): Mathieu, der in Montréal auf der Straße lebt, hat seinen Hund Sam verloren. Und dies ist nicht sein erster schwerer Verlust. Ein Roman über das, was uns zusammenhält. Übersetzt von Sonja Finck (mit Frank Weigand), erschienen bei Claassen.
"Stories aus Kitchike": Der große Absturz des indigenen Autors Louis-Karl Picard-Sioui (*1976) spielt in einem fiktiven Reservat im heutigen Québec. Ein überraschender Kleinstadtroman voll von frechem Witz, magischem Realismus und politischer Wut. Übersetzt von Sonja Finck und Frank Heibert (Secession Verlag).

Drei ganz unterschiedliche Romane aus der reichhaltigen Literaturlandschaft Québecs, die Sonja Finck und Frank Heibert übersetzt haben und in Lesung und Gespräch vorstellen werden. Welchen Ton schlagen die Autor·innen jeweils an, welche politischen Haltungen stehen hinter den Büchern und wie bringen wir Soziolektales und Dialektales ins Deutsche?

Sonja Finck, geb. 1978, lebt in Berlin und Gatineau, Kanada, und übersetzt seit 2003 Romane und Theaterstücke aus dem Französischen und Englischen, darunter das Werk von Annie Ernaux und Jocelyne Saucier. Für ihre Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Frank Heibert, geb. 1960, lebt als mehrfach preisgekrönter Literatur- und Theaterübersetzer in Berlin. Seit 1983 übersetzte er, vor allem aus dem Englischen und Französischen, über 100 Bücher zahlreicher Autor·innen, darunter Werke von Don DeLillo, Richard Ford, George Saunders, William Faulkner, George Orwell, Boris Vian, Raymond Queneau, Marie Darrieussecq, Yasmina Reza.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg, dem Deutsch-Französischen Kulturkreis e.V. und der Botschaft von Kanada. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e.V.

Heidelberg | 1. Oktober 2020 | 14 – 18 Uhr
Lyrik Übersetzen mit Richard Pietraß
Moderation: Bettina Kaibach
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Poststr. 15, 69115 Heidelberg
Eintritt frei, aber begrenzte Teilnehmerzahl (12 Personen): Voranmeldung bitte bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 0157 39 63 34 42

Richard Pietraß, der Preisträger des diesjährigen Heidelberger Übersetzerpreises Ginkgo Biloba für Lyrik 2020, welcher am Hieronymustag, dem 30. September, verliehen wird, bietet am Folgetag einen Lyrik-Übersetzungs-Workshop an. Als Highlights seines Œuvres gelten u.a. seine Nachdichtungen der Werke der drei Nobelpreisträger Seamus Heaney, Boris Pasternak und Tomas Tranströmer. Insgesamt hat Pietraß (oft in Zusammenarbeit mit Dichter-Kollegen, Fremdsprachen-Experten und engagierten Verlagsleuten) Lyrik aus 20 Sprachen ins Deutsche gebracht. Beim Workshop stehen Lyrik-Übersetzungen von Seamus Heaney und Boris Pasternak im Vordergrund; er richtet sich vorrangig, aber nicht ausschließlich an TeilnehmerInnen, die des Englischen oder Russischen mächtig sind.

Richard Pietraß, (geb. 1946 in Lichtenstein), lebt als Übersetzer, Lyriker und Herausgeber in Berlin. Er ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums, der Sächsischen Akademie der Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise; aktuell den Heidelberger ›Übersetzerpreis Ginkgo-Biloba für Lyrik‹ für sein Lebenswerk. http://literaturhausheidelberg.de/pietrass/

Bettina Kaibach (geb. 1963 in Meersburg), lehrt Literatur am Slavischen Institut der Universität Heidelberg und überträgt Prosa und Lyrik aus dem Russischen und Tschechischen. Sie ist Herausgeberin und Übersetzerin der Erzählungen von Isaak Babel (Carl Hanser Verlag, 2014) und Jiří Weil (Libelle, 2014). Mehr zur Moderatorin: hier klicken

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg und dem Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg e.V. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.

 



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