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Weltlesebhne

Heidelberg | 26. September 2019 | 19 – 21 Uhr
"Jeder Beruf hat seine eigene Traurigkeit ..."
Vorstellung des Lyrikbands "Das Buch der traurigen Berufe - El libro de los oficios tristes" aus der Feder des mexikanischen Autors Miguel Maldonado. Ein Gespräch mit seiner Übersetzerin Christiane Quandt, seiner Verlegerin Tanja Langer und der Illustratorin Dietlind Horstmann-Köpper
Ort: Museum Haus Cajeth, Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg
Eintritt 5, erm. 3 Euro

20 traurige Berufe stellt der mexikanische Autor Miguel Maldonado (*1976, Puebla) in seinem preisgekrönten Lyrikband "Das Buch der traurigen Berufe - El libro de los tristes oficios" (Bübül Verlag Berlin 2018) vor.
Würden Literaturübersetzer sich dort wieder erkennen? Vor welche Herausforderungen sieht sich eine Übersetzerin von Lyrik gestellt? Oder eine Künstlerin, die die lyrische Welt in ihre Bildersprache übersetzt? Und wie gestaltet sich für den Lyriker die Zusammenarbeit mit seinen Übersetzern in jenen Sprachen, die er gar nicht versteht? Denn nicht nur ins Portugiesische, Englische, Französische, auch ins Japanische, Rumänische, Griechische, Arabische und Chinesische wurde die preisgekrönte Lyrik Miguel Maldonados bisher übersetzt. (2006: Premio Nacional de Poesía Joven Gutierre de Cetina; 2016: Premio Nacional de Poesía Joaquín Xirau). Und wie sieht der Autor, der selber Chefredakteur mexikanischer Kulturzeitschriften ist, die Chance für übersetzte Lyrik auf dem internationalen Markt?
Darüber diskutieren wir mit Tanja Langer, Schriftstellerin und engagierter Kleinverlegerin mehrsprachiger Literatur, der Übersetzerin und Literaturvermittlerin Christiane Quandt und der Illustratorin Dietlind Horstmann-Köpper aus Anlass des Internationalen Weltübersetzertages. (Miguel Maldonado, den widrige Umstände in Mexico festhalten, wird entgegen der Vorankündigung nicht mit von der Partie sein.)

Christiane Quandt, geb. 1982 in Köln, studierte Übersetzung am FTKS der Universität Mainz und war bis 2015 am Lateinamerika-Institut der FU Berlin tätig. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift "alba.lateinamerika lesen", edierte u.a. eine Sondernummer zur Literatur Mexikos und arbeitet als freie Übersetzerin und Herausgeberin in Berlin. Sie übersetzte u.a. die Romane "Drei Verräterinnen" und "Das Margaritenkloster" der argentinischen Autorin Esther Andradi.

Dietlind Horstmann-Köpper, geb. 1947 in Soltau, studierte Kunstgeschichte in München und Frankfurt, Internat. Akademie für Kunst und Gestaltung, Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Polen, Estland, Italien und der Schweiz; Mitglied im Bund Bildender Künster; sie lebt in Hamburg und Schneverdingen.

Tanja Langer, geb. 1962 in Wiesbaden,studierte Kunstgeschichte, Komparatistik, Philosophie und Politologie in München Paris und Berlin. Fotografin, Journalistin, Theaterregisseurin sind Etappen ihrer künstlerischen Biographie; Hörspiele, Theaterstücke, Opernlibretti, Liederzyklen, Romane, Erzählungen, Fotobücher Facetten ihres vielfältigen Werks. Soeben erschienen: "Meine kleine Großmutter und Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung" (Mitteldeutscher Verlag 2019). Langers Bücher wurden ins Englische, Französische, Italienische, Litauische, Schwedische und Polnische übersetzt. Seit 2015 betreibt sie den kleinen, aber feinen polyglotten Berliner Bübül Verlag, der Kunst- und Künstlerbücher ediert.

Christiane Quandt

Foto Christiane Quandt: (c) privat


Tanja Langer

Foto Tanja Langer: (c) Michele Corleone

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In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg, dem Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg e.V. und der Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft e.V.

Heidelberg | 26. September 2019 | 14 – ca. 16 Uhr
"Alt Heidelberg, du feine ..."
Eine literarische Spurensuche zum Weltübersetzertag
Geführter Spaziergang mit Anne Sorg-Schumacher zu den Wirkungsstätten berühmter Übersetzerinnen und Übersetzer in der Geschichte Heidelbergs
Obolus: 5 Euro
Treffpunkt: Museum Haus Cajeth, Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg
Begrenzte Teilnehmeranzahl - Voranmeldung erbeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geführter Spaziergang zu den Wirkungsorten berühmter Übersetzerinnen und Übersetzer in der Geschichte Heidelbergs: Olympia Fulvia Morata, Johann Heinrich Voß, Sophie Mereau, Victor Hugo, Mark Twain, José Rizal und viele mehr. Die Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Anne Sorg-Schumacher führt durch die Literaturstadt Heidelberg

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg


Heidelberg | 25. September 2019 | 19.30 – 21 Uhr
Eine Übersetzerin als Romanheldin
Buchvorstellung "Meine kleine Großmutter & Mister Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung" mit der Autorin Tanja Langer
Moderation: Dr. Peter Staengle
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Poststr. 15, 69115 Heidelberg
Eintritt frei

Der neue Roman der Berliner Autorin Tanja Langer stellt eine Übersetzerin in den Mittelpunkt: Linda übersetzt aus dem Persischen und handelt mit alten Schreibwaren. Schon als Kind konnte sie nicht immer die Wahrheit von der Erfindung trennen. Sie lässt sich mehr von Träumen lenken als von anderen Dingen. Auf den Spuren ihrer geliebten Großmutter imaginiert sie das Leben einer ebenso lebenstüchtigen wie fantasievollen Frau und Mutter, die in den Kinobildern einer Schaubühne der britischen Besatzungstruppe Kraft schöpft für das Alltagsleben der Nachkriegszeit in der deutschen Provinz.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg und dem Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg e.V.

Heidelberg | 11. Juli 2019 | 19.30 Uhr
"Ein Tanz zur Musik der Zeit"
Ein Anthony Powell-Abend mit Thomas Loibl
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal (1.OG), Poststraße 15, 69115 Heidelberg
Eintritt 8 Euro / ermäßigt 5 Euro

Der zwölfbändige Zyklus "Ein Tanz zur Musik der Zeit" wird mit Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" verglichen und zählt zu den bedeutendsten Romanwerken des 20. Jahrhunderts. Mit britischem Humor und Understatement zeichnet Powell ein Bild der englischen Upperclass vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die 1960er Jahre. Geschätzt von Weggefährten wie Evelyn Waugh, George Orwell u.a., gilt Powell im angelsächsischen Kulturbereich als ein schriftstellerischer Riese, der ganz selbstverständlich neben Jane Austen oder Charles Dickens gestellt wird. Der bekannte Münchner Schauspieler Thomas Loibl liest aus den Romanen des "britischen Proust" und Literaturübersetzer Heinz Feldmann berichtet über die Übertragung des Opus Magnum ins Deutsche. Dr. Theo Langheid, Anthony Powell Gesellschaft Köln, moderiert.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg und der Stadtbücherei Heidelberg
Unterstützt von: Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung München, Anthony Powell Gesellschaft Köln, Elfenbein Verlag Berlin

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