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Weltlesebhne

Heidelberg | 30. September 2018 | 11 – ca. 13.30 Uhr
"Alt Heidelberg, du feine ... Old Heidelberg, Dear City ..."
Eine Literarische Spurensuche zum Weltübersetzertag

Geführter Spaziergang mit den studierten Übersetzerinnen und Literaturwissenschaftlerinnen Anne Sorg-Schumacher (Englisch-Spanisch), Gabriela Gerigk (Slawistik) und Ellen Althaus-Rojas (Spanisch-Französisch) sowie Studierenden des ISZ der Universität Heidelberg
Ort: Altstadt Heidelberg, Treffpunkt: Im Stadtgarten, Friedrich-Ebert-Anlage 2, vor der Galerie Marianne Heller
Obolus: 5 Euro, begrenzte Teilnehmerzahl – Voranmeldung erbeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Goethe hat es getan, Mark Twain hat es getan, Achim von Arnim ebenso wie Alexander von Bernus, Iwan Turgenjew oder Alexander Borodin, Stefan George oder José Rizal, Olympia Fulvia Morata, Jacob Gould Schumann oder Johann Heinrich Voß - Namenspate des bedeutendsten deutschen Übersetzerpreises.
Die Slawistin und literarische Stadtführerin Gabriele Gerigk bietet gemeinsam mit ihrer Kollegin Anne Sorg-Schumacher zum diesjährigen Weltübersetzertag eine Heidelberg-Führung der besonderen Art:
Zu Schauplätzen, mit denen die Namen berühmter Männer und Frauen verbunden sind, Dichter, Schriftsteller, Komponisten, die die Neckarstadt besuchten, in ihr lebten, und eben auch, oder vor allem, übersetzten - Homer und Flaubert, Wilhelm Tell und den Struwwelpeter ... und selbstredend auch das Heidelberg-Lied Victor von Scheffels, "Alt Heidelberg, du feine ..."
Sie kennen die Texte auf Deutsch. Und das Original?
Ellen Althaus-Rojas und ihre Studierenden des ISZ der Universität Heidelberg bieten Ihnen Literatur für die Ohren mit literarischen Kostproben in der jeweiligen Muttersprache. Neugierig geworden? Dann kommen Sie doch zu unserer literarischen Spurensuche am Hieronymus-Tag!

Anne Sorg-Schumacher und Gabriele Gerigk sind seit vielen Jahren als literarische Gästeführerinnen für die Stadt Heidelberg tätig. Zum Hieronymus-Tag bieten die studierten Übersetzerinnen (Englisch-Spanisch) und Literaturwissenschaftlerinnen (Slawistik) ein Special: auf den Spuren literarischer ÜbersetzerInnen durch Heidelberg

Ellen Althaus-Rojas, studierte Übersetzerin (Spanisch-Französisch) und Dozentin für Deutsch als Fremdsprache am Internationalen Studienzentrum der Universität Heidelberg

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg und dem Internationalen Studienzentrum (ISZ) der Universität Heidelberg

Heidelberg | 15. Juli 2018 | 11 Uhr
Zwei Spatzen mit einem Stein erschlagen II
Die Arabischübersetzerinnen Leila Chammaa und Larissa Bender im Gespräch
Ort: Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske, Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg
Eintritt frei

In der ersten Folge der Veranstaltung im Juli letzten Jahres ging es vor allem um die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zwischen der arabischen und der deutschen Sprache. In einer zweiten Folge möchten wir nun auf die Unterschiede und die daraus erwachsenden Schwierigkeiten beim Übersetzen eingehen. Wir stellen zunächst Struktur und Aufbau des Arabischen vor und zeigen dann anhand von Beispielen auf, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können und Schritt für Schritt ein genießbarer deutscher Text entsteht.

 Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Kunstgeschichte und Soziologie in Köln und Berlin und verbrachte mehrere Jahre zum Arabischstudium in Syrien. Sie arbeitet als Übersetzerin arabischer Literatur, als Arabischdozentin und als Journalistin. Zu den von ihr übersetzten AutorInnen gehören u.a. Abdalrachman Munif, Fadhil Al-Azzawi, Samar Yazbek, Dima Wannous, Niroz Malek und Hamed Abboud. Außerdem hat sie zwei Bücher über Politik und Kultur in Syrien herausgegeben. Darüber hinaus moderiert sie Veranstaltungen mit AutorInnen, erstellt Gutachten zu arabischer Literatur und berät Verlage und Kulturveranstalter.

Leila Chammaa, in Beirut/Libanon geboren, studierte Islamwissenschaft, Arabistik und Politologie an der FU Berlin und im Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der HU Berlin. Seit 1990 übersetzt sie arabische Literatur ins Deutsche, zunächst ausschließlich Prosa, seit einigen Jahren aber auch mit Begeisterung Lyrik. Sie übersetzte Romane u.a. von Sahar Khalifa, Elias Khoury, Alawiyya Sobh und Gedichte von Abbas Beydoun, Qassim Haddad, Zakaria Mohammed. Neben ihrer übersetzerischen Arbeit dolmetscht und moderiert sie Lesungen mit Schriftstellern und Lyrikern aus der gesamten arabischen Welt und kuratiert literarische Veranstaltungen. Sie ist außerdem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Kultureinrichtungen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Freunde arabischer Kunst und Kultur e.V.
Gefördert von TOLEDO – ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds.

Heidelberg | 3. Juni 2018 | 11 - 13 Uhr
Im Meer der Worte
Begegnung mit dem algerischen Lyriker & Ethnologen Habib Tengour und seiner Übersetzerin Regina Keil-Sagawe
Sonntags-Matinee mit musikalischer Begleitung durch Mehmet Ungan
Lesung: Deutsch & Französisch, Gespräch: Deutsch, Arabisch & Französisch
Ort: Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske, Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg
Eintritt 7 / 5 Euro inkl. Tee aus dem Samowar

"Das Meer aber/ bewohnt eine Muschel/ lebt in der Geschichte/ als Raubtier".
Mehr als dreißig Jahre hat Habib Tengour an seinem mediterranen Langgedicht "Traverser" gefeilt, dessen siebte Version seit kurzem auf Deutsch vorliegt, als Auftragsarbeit für das Bremer Festival für Grenzüberschreitende Literatur Globale, "Übers Meer. poem mediterran" (Berlin 2017). Ein poetischer und zugleich politischer Text, der einerseits von Flucht und Bürgerkrieg erzählt, Emigration und Exil, von der Antike bis zur Gegenwart, andererseits vom Meer: ein Text, der die vielfältigen Diskurse und Erzähltraditionen, die sich ums Mittelmeer ranken, nuanciert reflektiert: von Heraklit und Homer über Rimbaud und Camus bis hin zur maghrebinischen Volkslegende. Ein intertextuelles Spiel, bei dem, so Tengour, schon das Schreiben zum Übersetzen gerät, und das ÜberSETZEN - oder ÜBERsetzen, im Meer der Worte - zu einer Herausforderung besonderer Art.
Habib Tengour übersetzt selber aus dem Arabischen (Saadi Youssef, Chawki Abdelamir), Englischen und neuerdings dem Deutschen (Gedichte von F. Hölderlin).

Habib Tengour, geboren 1947 in Mostaganem (Algerien), Kulturanthropologe, Ethnologe & Dichter; Universitätsdozent für Soziologie in Constantine und Paris; 2017 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin. Für sein Gesamtwerk - Romane, Lyrik, Essays, Theaterstücke, Novellen - wurde er 2016 mit dem PRIX DANTE ausgezeichnet. Auf Deutsch liegen von ihm vor: die Romane "Die Bogenprobe" (Beck & Glückler 1993) und "Der Fisch des Moses" (Haymon 2004), die zweisprachigen Lyrikbände "Seelenperlmutt" (Hans Schiler 2009) und "Übers Meer" (Hans Schiler 2017); im Herbst 2018 erscheint in Übersetzung sein Assassinen-Roman "Der Alte vom Berge" (sujet verlag).

 Regina Keil-Sagawe, Literaturübersetzerin, Kulturjournalistin, Dozentin und Moderatorin mit Schwerpunkt Maghreb. Neben Habib Tengour hat sie u.a. auch Boualem Sansal, Mohammed Dib, Yasmina Khadra, Driss Chraïbi und Mahi Binebine ins Deutsche übersetzt. Ihr Spezialgebiet: die interkulturelle Übersetzungs- und Rezeptionsproblematik frankophoner Maghrebliteratur. Zuletzt: "Die ‚Khadratur‘ des Kreises: Vier Bemerkungen zur Übersetzung franko-maghrebinischer Literatur in interkultureller Perspektive", in: Beate Hampel (Hg.), "Welten verbinden durch Übersetzen und Dolmetschen", Berlin 2017, S. 138-168. Sie lebt in Heidelberg.

Mehmet Ungan spielt die traditionellen Instrumente Saz, Oud und Ney. Der professionelle Musiker sowie Mitbegründer und Vorstandsvorsitzende der Orientalischen Musikakademie Mannheim (OMM) unterrichtet an der Goethe-Universität Frankfurt islamisch-mystische Musik und lehrt zu transkulturellen Musikangeboten in der sozialen Arbeit an der Hochschule Mannheim. Der Soziologe arbeitet seit über 20 Jahren in zahlreichen sozial- und musikpädagogischen Integrationsprojekten, wobei die integrierende Kraft der Musik eine große Rolle spielt. Der Mitbegründer der Sufigemeinschaft Gayanshala gastiert seit vielen Jahren mit seiner Sufimusik-Gruppe Hosh Neva bei interkulturellen und interreligiösen Veranstaltungen in ganz Europa.

Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V in Kooperation mit Regina Keil-Sagawe "Littératures du Maghreb", dem Eine Welt Zentrum Heidelberg e.V. und der Orientalischen Musikakademie Mannheim e.V., gefördert durch die Weltlesebühne e.V. und Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).