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Weltlesebhne

Frankfurt am Main | 27. Juni 2019 | 20 Uhr
Die Moral der Moral – Burkhart Kroeber über Giacomo Leopardis „Opuscula moralia“
Burkhart Kroeber präsentiert im Gespräch mit Roberta Gado seine gefeierte Neuübersetzung von Leopardis „Opuscula moralia, oder vom Lernen über unsere Leiden zu lachen“ (Die Andere Bibliothek, 2017).
Moderation: Roberta Gado
Ort: Deutsch-Italienische Vereinigung e.V., Arndtstraße 12, 60325 Frankfurt am Main
Eintritt: 10 Euro, 8 Euro (Mitglieder der Deutsch-Italienischen Vereinigung und der Weltlesebühne frei)

Neuübersetzungen sind ja immer ein spannendes Thema: Sind sie überhaupt notwendig? Muss – soll – darf – will der Neuschaffende die Vorgänger berücksichtigen? In diesem Buch steht auf der Titelseite: "Ausgesucht und übersetzt von Burkhart Kroeber auf Basis der Erstübersetzung von Paul Heyse, mit Erläuterungen und einem Nachwort von Burkhart Kroeber und einem Essay von Paul Heyse." Man darf also gespannt sein.

Burkhart Kroeber, geboren 1940, übersetzt seit über vierzig Jahren Literatur vorwiegend aus dem Italienischen, er ist die deutsche Stimme der Werke von Umberto Eco und Italo Calvino. Außerdem sind von ihm erschienen: Alessandro Manzoni, "Die Brautleute"; Charles Dickens, "Das Geheimnis des Edwin Drood"; John Steinbeck, "Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika", Gérard de Nerval, "Sylvie"; im kommenden September erscheint seine Neuübersetzung von Tomasi di Lampedusas Roman "Il Gattopardo". Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet: Literaturpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft im BDI (1985), Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung (2001), Übersetzerpreis der Landeshauptstadt München (2006), Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (2011), Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis (2013) sowie das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Roberta Gado, Italienerin aus dem Piemont, lebt in Leipzig. Sie übersetzt seit 15 Jahren zeitgenössische Literatur aus dem Deutschen ins Italienische und mag dabei sprachlich herausfordernde Texte. U. a. hat sie Werke von Juli Zeh, Clemens Meyer und Urs Widmer übertragen. Sie arbeitet auch als zweisprachige Moderatorin, Dozentin und Kulturvermittlerin. Von 2015 bis 2019 hat sie mit zwei Kollegen das neugegründete Übersetzerzentrum der Buchmesse Leipzig geleitet. 2014 wurde ihr der renommierte Deutsch-Italienische Übersetzerpreis für Literatur verliehen. Momentan übersetzt sie Wolfgang Hilbigs Hauptwerke.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Italienischen Vereinigung. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V. und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main | 30. April 2019 | 19 Uhr 
Frauen in der Frankfurter Literaturszene
Ein Gespräch mit der Übersetzerin Ursula Gräfe
Moderation: Katharina Schmidt
Grußwort: Dr. Sonja Vandenrath
Ort: Freies Deutsches Hochstift, Goethe-Museum, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 Euro, 5 Euro: VdÜ, BDÜ, VFLL, texttreff, AVP, JVM und IO, für Mitglieder der BücherFrauen und der Weltlesebühne frei. Karten an der Abendkasse und über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

"Die Branche ist weiblich" – auch in Frankfurt. Unter diesem Motto der BücherFrauen, dem Netzwerk für Frauen in allen Arbeitsbereichen rund ums Buch, steht die neue Veranstaltungsreihe „Frauen in der Frankfurter Literaturszene“. Eröffnet wird sie mit einem Grußwort von Dr. Sonja Vandenrath. Gast der gemeinsamen Veranstaltung mit der Weltlesebühne e.V. ist die Übersetzerin aus dem Japanischen, Ursula Gräfe. Im Gespräch mit Katharina Schmidt und gern auch dem Publikum wird sie erzählen, was es mit „Bestsellern und Ladenhütern“ auf sich hat, wie sich kürzlich der „Traum einer Literaturübersetzerin“ erfüllte und wie ihre Erfahrungen als Übersetzerin und in der Frankfurter Literaturszene sind. Dazu liest sie aus ihren Übersetzungen: Ryū Murakami, "In Liebe, Dein Vaterland" und Sayaka Murata, "Die Ladenhüterin".

Dr. Sonja Vandenrath ist Literaturbeauftragte der Stadt Frankfurt am Main und Initiatorin von Formaten wie literaTurm, Open Books und den Frankfurter Lyriktagen. Außerdem hat sie einen Lehrauftrag am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Universität Frankfurt.

Ursula Gräfe studierte Japanologie und Anglistik an der Goethe-Universität und übersetzt seit 1988 Literatur aus dem Japanischen. Sie hat u.a. Werke von Yasushi Inoue, Haruki Murakami und Hiromi Kawakami ins Deutsche übertragen und eigene Veröffentlichungen herausgegeben, darunter eine Buddha-Biografie. Ursula Gräfe arbeitet u.a. für: Aufbau Verlag, Dumont Verlag, Insel/Suhrkamp Verlag.

Katharina Schmidt kam über ein Studium der Musiktheater-Regie zum Übersetzen. Sie arbeitet seit vielen Jahren als literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen. Außerdem organisiert und moderiert sie als Mitglied der Weltlesebühne e.V. Veranstaltungen rund ums Thema Übersetzen.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit den BücherFrauen e.V. und dem Freien Deutschen Hochstift, Frankfurter Goethe-Museum. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V. und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main | 30. Mai 2019 | 17.30 Uhr 
Nippon Connection: Japanische Krimis auf Deutsch
Die Übersetzerin Katja Cassing im Gespräch und live übersetzend
Moderation: Karin Betz
Ort: Nippon Connection Filmfestival, , Mousonturm Studio 1, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Eintritt frei

Wie geht Genre-Literatur auf Japanisch? Liest und übersetzt sich ein japanischer Krimi anders als ein englischer? Nachdem die deutsche Kritik und die deutschen Leser nach Yakuza-Filmen auch von Kriminalliteratur aus Japan begeistert sind, erfahren wir im Gespräch mit Katja Cassing Spannendes über Besonderheit der Sprache und Übersetzung dieses Genres. Live wird sie im Dialog mit dem Publikum eine Passage aus Iori Fujiwaras "Der Sonnenschirm des Terroristen" übersetzen.
An einem sonnigen Samstagmorgen im Oktober geht in einem Park mitten in Tokyo eine Bombe hoch. Der Verdacht fällt auf den abgehalfterten Barkeeper Shimamura, der wegen der mutmaßlichen Beteiligung an einem Bombenanschlag im Zusammenhang mit den Studentenunruhen der 60er Jahre auf den Fahndungslisten der Polizei steht und unter falschem Namen im Untergrund lebt. Nun wird er wieder gejagt. Er beschließt, der Explosion im Park selbst auf den Grund zu gehen und bekommt unerwartete Hilfe von einem Yakuza ...

Katja Cassing, Jahrgang 1970, hat in Trier und Tokio Japanologie und Anglistik studiert und hat als Verlegerin den Cass-Verlag für japanische Literatur gegründet. Übersetzungen von Keigo Higashino, Nanae Aoyama, Iori Fujiwara, Ko Machida, Junichiro Tanizaki u.a.

Karin Betz hat in Frankfurt am Main, Chengdu und Tokio Sinologie, Philosophie und Literatur studiert. Übersetzungen u.a. von Liu Cixin, Mo Yan, Liao Yiwu. Neben der Arbeit als Übersetzerin chinesischer und englischer Literatur ist sie Kulturvermittlerin, Rezensentin, Moderatorin und DJ.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit dem japanischen Filmfestival Nippon Connection. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V. und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main | 17. Januar 2019 | 18.30 Uhr 
Stadtleben – Stimmen aus China: SHENG Keyi 盛可以 im Gespräch mit Karin Betz (Übersetzerin)
Moderation: Nora Frisch (Drachenhaus Verlag)
Ort: Konfuzius-Institut Frankfurt am Main, Dantestraße 9, 60325 Frankfurt a. M.
Eintritt frei

In den letzten Jahren ist in China eine neue Literatur jüngerer Autorinnen zu entdecken. Eine Vertreterin dieser Richtung ist die Schriftstellerin Sheng Keyi (Jahrgang 1973), die mit weiblichem Blick die gesellschaftlichen Realitäten der chinesischen Gegenwart schildert. Ihre Texte handeln vom Leben als Frau in brüchigen Zeiten in einer Gesellschaft, in der Männer im Kampf um das Geld bestimmen und in der aufmüpfige Frauen sich nicht mehr ducken. Sheng Keyis Romane und Erzählungen provozieren durch ihre mutige, direkte Sprache und verweisen auf den Ausbruch aus weiblicher Benachteiligung.

Im Gespräch mit ihrer deutschen Übersetzerin Karin Betz und der Verlegerin Nora Frisch diskutiert SHENG Keyi über Sprachexperimente, Übersetzbarkeit, das Verhältnis von Text und Realität und was es für sie heißt, im Ausland verlegt zu werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das KI zu einem kleinen Empfang ein.

SHENG Keyi wurde in den 1970ern in der chinesischen Provinz Hunan geboren und lebt heute in Beijing. Sie ist Verfasserin vieler Kurzgeschichten, die bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Sie hat zahlreiche nationale Preise gewonnen. Sie liebt es, mit dem Klang der Sprache zu experimentieren und ist bekannt für ihre scharfe Beobachtungsgabe und nüchterne Schreibweise. Von der New York Times wurde sie als „gemächlich aufsteigender Stern“ bezeichnet.

Karin Betz studierte Sinologie, Philosophie und Politik in Frankfurt, Chengdu und Tokio und arbeitet heute hauptsächlich als Übersetzerin chinesischer und englischer Literatur, Kulturvermittlerin, Moderatorin und DJ.

Dr. Nora Frisch studierte Sinologie und Musikwissenschaften in Wien, Peking, Taipei und Heidelberg. 2010 gründete sie den Drachenhaus Verlag und verlegt chinabezogene Publikationen.

Um Anmeldung wird gebeten! (069-79823296; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Konfuzius-Institut Frankfurt am Main