Suche

Weltlesebhne

Frankfurt am Main | 5. Dezember 2018 | 19.30 Uhr
Die Verängstigten
Larissa Bender im Gespräch über Dima Wannous und die Übersetzung von Literatur von den Rändern, die längst keine mehr sind
Moderation: Anita Djafari
Ort: Haus des Buches, Braubachstr. 16, 60311 Frankfurt am Main
Eintritt frei

Larissa Bender steht mit ihrer Übersetzung des Romans "Die Verängstigten" von Dima Wannous zum zweiten Mal in Folge auf Platz 1 der Weltempfänger-Bestenliste. Am Beispiel von Wannous Roman sprechen wir über das verstärkte Interesse an Literatur aus dem arabischen Raum und warum es wichtig ist, Literatur zu lesen, die die Folgen von Krieg und Terror beschreibbar zu machen versucht. Daneben geht es um die besonderen Herausforderungen, die Übersetzer*innen als Vermittler von uns vermeintlich fernen Literaturen und Kulturen leisten. Die politische Dimension der Übersetzung von Literatur wird ein wichtiges Thema des Abends sein.

Der Eintritt ist frei, anschließend laden wir zu Wein und Brezeln ein.

Larissa Bender hat Islamwissenschaft studiert und unterrichtet Arabisch an der Universität Köln. Sie ist Übersetzerin arabischer Literatur und engagiert sich aktiv für syrische Flüchtlinge, für die sie z.B. Schreibworkshops gibt. Außerdem arbeitet sie auch als Journalistin und Herausgeberin. Neben Dima Wannous hat sie u.a. Werke syrischer AutorInnen wie Niroz Malek, Ghayath Almadhoun, Hamed Abboud und Samar Yazbek übersetzt. Im Oktober 2018 verlieh ihr der Bundespräsident für ihre Übersetzungen aus dem Arabischen und ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Anita Djafari ist Literaturwissenschaftlerin und Geschäftsleiterin von Litprom. Sie betreut als verantwortliche Redakteurin die LiteraturNachrichten und außerdem die Bestenliste Weltempfänger, den LiBeraturpreis und das Projekt Frankfurt – Stadt der Zuflucht. 2016 wurde sie zur BücherFrau des Jahres gewählt.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit Litprom e.V. Gefördert von TOLEDO – ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds

Frankfurt am Main | 27. September 2018 | 17 – 19 Uhr

Gläsernes Übersetzen zum Gastland der Buchmesse Georgien
Anastasia Kamarauli – aus dem Georgischen: "Der scharlachrote Wolf" von Goderdsi Tschocheli
Ort: Zentralbibliothek, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt a. M.
Eintritt frei

In diesem modernen Klassiker der georgischen Literatur verknüpfte der 2007 verstorbene Autor die moderne Welt mit archaischen Mythen - Menschen werden zu Wölfen, Wölfe zu Menschen - und konnte so ein beeindruckendes Bild der immer noch stark von Traditionen geprägten aktuellen sozialen Situation in Georgien entwerfen. Anastasia Kamarauli wird durch gemeinsames Übersetzen mit dem Publikum Einblicke in eine uns doch recht fremde Kultur vermitteln - gerade auch jenen, die die wunderschöne Schrift nicht lesen können.

Anastasia Kamarauli begann ihre übersetzerische Tätigkeit bereits mit 16 Jahren, seit 2009 ist sie Mitglied im EUTERPE-Salon. Sie studierte Politikwissenschaft mit dem Nebenfach Kaukasiologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Sie übersetzte u.a. Zaza Burchuladze, Goderdsi Tschocheli und Dato Turaschwili. Außerdem ist sie Koordinatorin des diesjährigen Gastlandauftritts während der Buchmesse.

In Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Frankfurt und Georgia made by characters

Frankfurt am Main | 5. Juni 2018 | 19 Uhr
"Bestseller": Übersetzungen aus dem Gastland der Buchmessse
Werkstattgespräch mit der Übersetzerin Sybilla Heinze über die Bücher „Bestseller“ von Beka Adamaschwili und „Der erste Russe“ von Lasha Bugadze
Moderation: Anastasia Kamarauli, Übersetzerin und Koordinatorin des Auftritts des Ehrengasts der Frankfurter Buchmesse 2018 Georgien
Ort: Buchhandlung Weltenleser, Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt am Main
Eintritt 7 Euro

Im moderierten Gespräch werden Sybilla Heinze und Anastasia Karamauli sich dem Gastland der Buchmesse 2018 Georgien widmen und dabei den Roman "Bestseller" von Beka Adamaschwili (Voland & Quandt, 2017) und "Der erste Russe" von Lasha Bugadze (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2018) vorstellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der Übersetzung und wie man es schafft, diese Werke in die deutsche Sprache zu übertragen.
Zu "Bestseller" von Beka Adamaschwili: Pierre Sonnage, ein erfolgloser Schriftsteller, sieht seine einzige Chance auf Ruhm im Selbstmord und springt kurzerhand von einem Wolkenkratzer. Doch statt im Bestsellerhimmel landet er in der Literatenhölle. Hier trifft er nicht nur auf Dante, Kafka, Hemingway und all die anderen VIPs, sondern muss sich Rätseln stellen, so überfrachtet und verschlüsselt, wie er sie nur aus seinen eigenen Romanen kennt. Eine irrwitzige Reise beginnt.
Zu "Der erste Russe" von Lasha Bugadze: Übers.: Sybilla Heinze und Rachel Gratzfeld, Frankfurter Verlagsanstalt, September 2018: Jahrtausendwende - Georgien hat nach dem Bürgerkrieg mit konkreten Problemen wie Mangelversorgung und Stromausfällen zu kämpfen, aber vor allem auch Korruption und Schiebereien. Die junge Generation hat genug davon und arbeitet auf die Ablösung der alten Politikerkaste hin. Dazu gehört auch ein junger Schriftsteller, der einen satirischen Roman über die legendäre Königin Tamar aus dem 13. Jahrhundert veröffentlicht …

Sybilla Heinze hat in Jena und Tiflis Slawistik und "Caucasian Studies" studiert, an mehreren Übersetzungswerkstätten Georgisch-Deutsch in Straelen, im LCB und in Tiflis teilgenommen, und wurde mit dem SABA, dem georgischen Preis für Literatur und Übersetzung, ausgezeichnet.

Anastasia Kamarauli begann ihre übersetzerische Tätigkeit bereits mit 16 Jahren, seit 2009 ist sie Mitglied im EUTERPE-Salon. Sie studierte Politikwissenschaft mit dem Nebenfach Kaukasiologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Anastasia Kamarauli hat als Übersetzerin und Moderatorin an mehr als 40 Literaturveranstaltungen teilgenommen, unter anderem auf der Frankfurter Buchmesse und der Leipziger Buchmesse.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Weltenleser, Verlag Voland & Quist, Georgia – Made by characters (Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018)

Frankfurt am Main | 31. Mai 2018 | 14 Uhr
Wie One Punch Man, Space Dandy und Buddha lernen, Deutsch zu sprechen
Die Übersetzer Gandalf Bartholomäus und John Schmitt-Weigand im Gespräch bei Nippon Connection – Japanisches Filmfestival 2018
Moderation: Karin Betz
Ort: Künstlerhaus Mousonturm, Studiobühne, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Eintritt frei

Japanische Comics haben eine eigene Sprache, die auf Deutsch genauso witzig oder schrill klingen soll wie im Original. Zwei Spezialisten auf diesem Gebiet verraten wo bei Manga-Übersetzungen sprachliche Fallen lauern und wie sie Lautmalereien, Slang und die Kunst der knackigen Form bewältigen. Mit Beispielen und Ausschnitten aus gedruckten und verfilmten japanischen Mangas und Graphic Novels.

John Schmitt-Weigand übersetzte u.a. Graphic Novels von Osamu Tezuka (Buddha) und das Gesamtwerk von Jiro Taniguchi.

Gandalf Bartholomäus übersetzte u. a. die Animés "Space Dandy" (Untertitel) oder die Serien "Tokyo Pop" und "My Hero Academia".

 Karin Betz übersetzte u.a. Werke von Mo Yan und Liu Cixin.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Nippon Connection Filmfest 2018 und freundlicher Unterstützung durch KAZÉ MANGA Berlin

Frankfurt am Main | 26. April 2018 | 20 Uhr
Frankfurt liest ein Buch. Anna Seghers: Das siebte Kreuz
Werkstattgespräch mit zweisprachiger Lesung zur italienischen Neuübersetzung mit Roberta Gado
Moderation: Dr. Stefana Sabin
Ort: Deutsch-Italienische Vereinigung e.V., Arndtstraße 12, 60325 Frankfurt am Main
Eintritt: 10/8 Euro

Im Mittelpunkt des Lesefestivals "Frankfurt liest ein Buch", das in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet, steht der Roman "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers. Das 1938/39 im Exil entstandene Buch behandelt die dramatische Flucht des Häftlings Georg Heisler aus dem Konzentrationslager Westhofen bei Worms. Der Roman gilt als eines der bedeutendsten Werke über das Leben im Dritten Reich. Roberta Gado und Dr. Stefana Sabin beschäftigen sich in ihrem Gespräch mit der Neuübersetzung (Alessandra Petrelli) des Romans, erläutern spezielle Probleme des Übersetzens eines Klassikers und stellen sich den Fragen des Publikums. Dazu werden Passagen auf Deutsch und Italienisch gelesen.

Roberta Gado, Italienerin aus dem Piemont, lebt in Leipzig. Sie übersetzt seit 15 Jahren zeitgenössische Literatur aus dem Deutschen ins Italienische und mag dabei sprachlich herausfordernde Texte. Sie arbeitet auch als zweisprachige Moderatorin, Dozentin und Kulturvermittlerin, u.a. für die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, die ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit und das neue italienische Kulturzentrum der Uni Leipzig (CiCi). Seit 2015 leitet sie mit zwei Kollegen das neugegründete Übersetzerzentrum der Buchmesse Leipzig. 2014 wurde ihr der renommierte Deutsch-Italienische Übersetzerpreis für Literatur verliehen.

Dr. Stefana Sabin, Literaturwissenschaftlerin und Kulturjournalistin u.a. für die NZZ, hat mehrere Anthologien zeitgenössischer Literatur herausgegeben und Biographien über Gertrude Stein und Andy Warhol veröffentlicht.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Deutsch-Italienische Vereinigung, Frankfurt liest ein Buch e.V., mit freundlicher Unterstützung von Alitalia

Frankfurt am Main | 27. Februar 2018 | 19 Uhr
Der Kreolische Robinson: "Die Spur der Anderen" - Gespräch und Lesung
Die Übersetzerin Beate Thill über Fremdheit, Migration und ihre Arbeit an dem Roman "Die Spur des Anderen" von Patrick Chamoiseau
Moderation: Karin Betz
Ort: "Brotfabrik", Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt am Main

Der Roman "Die Spur des Anderen" (Wunderhorn 2014, im Original "L’empreinte à Crusoé") von Patrick Chamoiseau ist die Geschichte eines westafrikanischen Schiffsjungen, der auf einer einsamen Insel strandet. Eine Robinsonade, die stark von der kreolischen Herkunft des Autors aus Martinique geprägt ist. Karin Betz unterhält sich mit der Übersetzerin Beate Thill unter anderem über die Abweichungen von der sprachlichen Norm, die in der Literatur aus der Frankophonie die Regel sind, und die Stilmittel, die im Deutschen dafür zu Verfügung stehen, aber auch über die Philosophie des Romans und seine Auseinandersetzung mit der Erfahrung von Fremdheit. Dazu werden Passagen auf Deutsch und Französisch gelesen.

Beate Thill (geb. in Baden-Baden) ist Anglistin und Geographin, sowie Übersetzerin französischsprachiger Literatur aus der Karibik und Afrika. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem „Internationalen Literaturpreis 2014“, verliehen vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Karin Betz hat in Frankfurt am Main, Chengdu und Tokio Sinologie, Philosophie, Geschichte und Literatur studiert. Sie arbeitet als Übersetzerin chinesischer und englischer Literatur und als Kulturvermittlerin, Rezensentin, Moderatorin und DJ.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Kulturprojekt 21 e.V. www.brotfabrik.de

oben