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Weltlesebühne

Berlin | 30. September 2021 | 20 Uhr
Kanada übersetzen II: Anne Carson und Marie Luise Knott
Die Autorin und Übersetzerin Marie Luise Knott über Anne Carson, das Übersetzen von Lyrik, Kanada und Liebesübungen
Moderation: Claudia Hamm
Ort: ocelot. not just another bookstore, Brunnenstraße 181, 10119 Berlin
Eintritt frei, Livestream über Instagram

Seit mehreren Jahren feiert das Ocelot den Internationalen Hieronymustag am 30.9. mit Übersetzenden aus der Sprache des Gastlands der Buchmesse Frankfurt. Nachdem es 2020 Einblicke ins französischsprachige literarische Kanada gab, folgt nun der englischsprachige Teil. Marie Luise Knott macht sich neben ihrer Arbeit als Autorin (z.B. von Büchern über Hannah Arendt) und Journalistin (Mitgründerin der deutschen Monde diplomatique, Kolumne "Tagtigall" beim perlentaucher) vor allem auch als Lyrikübersetzerin auf den Weg in die Sprache. Für Matthes & Seitz Berlin übersetzte sie drei Bände der großen kanadischen Autorin Anne Carson, in denen Poesie, Essays, Prosa, Kritik, Übersetzungen, dramatischer Dialog, Fiktion und Non-Fiction zusammentreffen. Mit Übersetzerkollegin Claudia Hamm spricht sie über ihren Bezug zu Kanada, zu Anne Carson, das Nachdichten und über die Anthropologie des Wassers, Liebesübungen und Irdischen Durst.

Marie-Luise Knott ist Autorin (u.a. von Büchern über Hannah Arendt) und Journalistin (Mitgründerin der deutschen Monde diplomatique, Kolumne "Tagtigall" beim perlentaucher), Kuratorin, Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds und vor allem auch Lyrikübersetzerin. Ihre Übertragungen von Gedichtbänden Anne Carsons wurden vielfach gewürdigt.

Claudia Hamm fand über die Theaterregie und das Schreiben von Bühnentexten und Essays zum Literaturübersetzen. Als Übersetzerin z.B. von Emmanuel Carrère, Joseph Andras, Édouard Levé und Nathalie Quintane wurde mit Stipendien und Preisen mehrfach ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung ocelot. not just another bookstore. Das Projekt ist Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Es wird unterstützt durch die Regierung von Kanada (Botschaft von Kanada) sowie den Deutschen Übersetzerfonds e.V.

Berlin | 2. September 2021 | 19 Uhr
Ein Ring. Zwei Übersetzerinnen
Die Übersetzerinnen und Hieronymusring-Trägerinnen Marianne Gareis und Heike Flemming über die Höhen und Tiefen des literarischen Übersetzens und eine Auszeichnung, die stetig weitergereicht wird
Moderation: Eva Profousová
Ort: Collegium Hungaricum, Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin
Eintritt frei

Unter den Ehrungen, die Übersetzer:innen im Laufe ihres Lebens für ihr Werk zuteilwerden können, gibt es eine ganz besondere - den Hieronymusring. Ähnlich wie bei den Schauspielern der Ifflandring wird er von den jeweiligen Träger:innen in einem zweijährigen Turnus an eine frei gewählte Kollegin oder einen Kollegen weitergegeben, inzwischen zum einundzwanzigsten Mal. Im Gegensatz zu anderen, publikumswirksamen Auszeichnungen findet die Übergabe des Rings im fast ausschließlich kollegialen Kreis statt. Dennoch gehört er zu den bedeutendsten Auszeichnungen.
Wie lebt es sich mit dem Ring? Wo trägt man ihn? Was bringt er mit sich? Wie wählt man den Richtigen oder die Richtige?

Heike Flemming, 1982 in Räckelwitz geboren und in Kamenz aufgewachsen, studierte von 2000 bis 2005 Philosophie in Leipzig und Wien, wo sie 2014 über ungarische Literatur promovierte. Nach einem Studienaufenthalt in Budapest lebt sie seit 2007 in Berlin und arbeitet als literarische Übersetzerin. Sie übersetzt vor allem Prosa zeitgenössischer ungarischer Autoren wie László Krasznahorkai, Péter Esterházy und Szilárd Borbély. 2010 erhielt sie zusammen mit László Krasznahorkai den Brücke-Berlin-Preis, 2014 für Péter Esterházys "Esti" den Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis und 2021 den Hieronymusring des Verbands deutschsprachiger Übersetzer:innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ).

Marianne Gareis studierte Lateinamerikanistik, Anglistik und Ethnologie an der Freien Universität Berlin. Seit 1989 übersetzt sie Literatur aus dem Portugiesischen und Spanischen, darunter Autor:innen wie José Saramago, Gonçalo M. Tavares, Joaquim Machado de Assis und Samanta Schweblin. 2014 wurde sie mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, 2019 mit dem Hieronymusring des Verbands deutschsprachiger Übersetzer:innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ). Marianne Gareis lebt in Rheinsberg/Brandenburg und in Vila Nova de Milfontes/Portugal.

Eva Profousová (geb. 1963 in Prag) verließ 1983 die Tschechoslowakei und studierte in Hamburg Osteuropäische Geschichte und Slawistik. Seit etwa zwanzig Jahren übersetzt sie zeitgenössische tschechische Literatur ins Deutsche (u.a. Jáchym Topol, Radka Denemarková, Jaroslav Rudiš, Kateřina Tučková). Für die Übertragung von Radka Denemarkovás "Ein herrlicher Flecken Erde" wurde sie gemeinsam mit der Autorin mit dem 1. Usedomer Literaturpreis (2011) und dem Georg Dehio-Buchpreis (2012) ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Berlin. Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e. V.


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