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Weltlesebhne

Zürich | 30. September 2016 | 18 Uhr
GLÄSERNER ÜBERSETZER: Marianne Gareis, Stefan Zweifel
Argentinische Kurzgeschichten und ein französischer Klassiker: Marianne Gareis und Stefan Zweifel übersetzen live zusammen mit dem Publikum
Ort: Literaturhaus Zürich, Debattierzimmer im 3. Stock, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt CHF 12.-, ermäßigt CHF 8.-

Literarisches Übersetzen kombiniert Präzisionsarbeit mit Kreativität und Entscheidungsfreude. Der Gläserne Übersetzer gibt uns die Möglichkeit, Übersetzern live bei ihrer Arbeit zuzuschauen und bei der Suche nach dem passenden Wort, der adäquaten Wendung mitzudiskutieren. Marianne Gareis, vielfach ausgezeichnete Übersetzerin aus dem Portugiesischen und Spanischen (Autoren wie José Saramago, Joaquim Machado de Assis, Andréa del Fuego), bringt den neuesten Kurzgeschichtenband von Samanta Schweblin mit, einer argentinischen Autorin, die in der Tradition Julio Cortázars und Jorge Luis Borges’ gesehen wird. Stefan Zweifel hat sich u.a. durch seine Übertragungen von Marquis de Sade, Jean-Jacques Rousseau und Raymond Roussel einen Namen gemacht und wendet sich nun einem Jahrhundertwerk der französischen Literatur zu: Marcel Prousts „A la recherche du temps perdu”.

Marianne Gareis hat Lateinamerikanistik, Anglistik und Ethnologie studiert. Seit 1989 übersetzt sie Literatur aus dem Portugiesischen und Spanischen, 2014 wurde sie mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin, wie auch die von ihr übersetzte argentinische Autorin Samantha Schweblin. 2014 erschien Schweblins erster Roman „Distancia de Rescate”, der 2015 unter dem Titel „Gift” auf Deutsch veröffentlicht wurde. Für ihren Erzählungsband „Pájaros en la boca”, dt. „Die Wahrheit über die Zukunft”, erhielt sie 2008 den Premio Casa de las Américas sowie den Juan-Rulfo-Preis. Für ihren dritten Erzählband "Siete casas vacías" erhielt sie 2015 den Premio Internacional de Narrativa Breve Ribera de Duero.

Stefan Zweifel hat in Zürich Philosophie, Komparatistik und Ägyptologie studiert. Bereits im Alter von 17 Jahren begann er zusammen mit Michael Pfister eine Neuübersetzung von Marquis de Sades Werken „Justine” und „Juliette”. Seither hat der Literaturkritiker und Autor weitere Autoren wie Boris Vian, Alfred Jarry, Jean-Jacques Rousseau, Raymond Roussel und Jacques Chessex aus dem Französischen übersetzt. Mit der „Suche nach der verlorenen Zeit” wendet er sich nun dem komplexen Erinnerungslabyrinth der Proustschen Perioden zu.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Zürich in Kooperation mit dem Übersetzerhaus Looren und der Weltlesebühne. Weitere Infos: www.literaturhaus.ch und www.looren.net