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Weltlesebhne

Zürich | 30. September 2016 | 20.30 Uhr
Gut Gebrüllt, Löwe!
Übersetzen für die Bühne mit Marina Skalova und Yves Raeber
Moderation: Yvonne Gaug
Ort: sogar theater, Josefstraße 61, 8005 Zürich
Eintritt CHF 22.-, diverse Ermäßigungen

Kurze dialogische Szenen oder lange Selbstgespräche, unvollständige Sätze, verschiedene Sprechinstanzen, Auslassungen, Pausen, Regieanweisungen: das Theaterstück. Man kann sich beim Übersetzen nur vorstellen, wer dieser Partitur auf der Bühne ihre gesprochene, flüchtige Form geben wird. Marina Skalova und Yves Raeber erzählen, wie sie Theatertexte von Katja Brunner und Jacques Probst übertragen, Yvonne Gaug führt durch das Gespräch. Es werden Textpassagen auf Deutsch und Französisch gelesen.

Yves Raeber ist ein zweisprachiger Theatermacher und Übersetzer. Seine bevorzugten Arbeitsfelder als Übersetzer sind Theater und Audiovision. Yves Raeber ist Mitglied des Centre de Traduction littéraire der Universität Lausanne. 2014 war er als Gläserner Übersetzer im Literaturhaus Zürich zu Gast. Im sogar theater Zürich wird er die deutsche Übersetzung von „Coup d’vent sur la jetée d’Eastbourne” von Jacques Probst vorstellen.

Marina Skalova wurde 1988 in Moskau geboren und lebt in Biel. Sie hat Literatur und Philosophie in Paris und Berlin studiert, anschliessend literarisches Schreiben und Übersetzen im MA CAP an der Hochschule der Künste Bern. Ihre Übersetzung des Stücks „Ändere den Aggregatzustand deiner Trauer” („Change l'état physique de ton chagrin”) von Katja Brunner wurde mit dem Elmar-Tophoven-Stipendium ausgezeichnet und von Pro Helvetia unterstützt. Des Weiteren übersetzte sie „Land ohne Worte” („Pays sans paroles”) von Dea Loher für l'Arche éditeur, Ernst Barlach für die Editions théâtrales und verschiedene Schweizer Autoren (Michael Fehr, Hanna Johansen, Ingeborg Kaiser, Mikhaîl Schischkin, Katja Brunner) für die Zeitschrift Viceversa Literatur, wo sie auch für die französische Redaktion zuständig ist. Sie schreibt auf Französisch und Deutsch und wurde mit dem Prix de la vocation en poésie ausgezeichnet. Ihr erster Lyrikband erscheint im Dezember 2016 bei Cheyne éditeur. Einladungen u.a zu den Solothurner Literaturtagen und den Bieler Gesprächen.

Yvonne Gaug ist Romanistin und Filmwissenschaftlerin, Dozentin für Übersetzen und Film an der SAL in Zürich und Lehrbeauftragte für Filmuntertitelung an der Universität Genf (FTI). Sie ist tätig als selbständige Übersetzerin, Untertitlerin und Texterin sowie Mitglied von Portal 7 (www.Portal7.ch).

Eine Veranstaltung von Weltlesebühne und Übersetzerhaus Looren im sogar theater, gefördert von Pro Helvetia, der Oertli-Stiftung und der Stiftung Kulturfonds der ProLitteris.
Weitere Infos: www.sogar.ch

Zürich | 30. September 2016 | 18 Uhr
GLÄSERNER ÜBERSETZER: Marianne Gareis, Stefan Zweifel
Argentinische Kurzgeschichten und ein französischer Klassiker: Marianne Gareis und Stefan Zweifel übersetzen live zusammen mit dem Publikum
Ort: Literaturhaus Zürich, Debattierzimmer im 3. Stock, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt CHF 12.-, ermäßigt CHF 8.-

Literarisches Übersetzen kombiniert Präzisionsarbeit mit Kreativität und Entscheidungsfreude. Der Gläserne Übersetzer gibt uns die Möglichkeit, Übersetzern live bei ihrer Arbeit zuzuschauen und bei der Suche nach dem passenden Wort, der adäquaten Wendung mitzudiskutieren. Marianne Gareis, vielfach ausgezeichnete Übersetzerin aus dem Portugiesischen und Spanischen (Autoren wie José Saramago, Joaquim Machado de Assis, Andréa del Fuego), bringt den neuesten Kurzgeschichtenband von Samanta Schweblin mit, einer argentinischen Autorin, die in der Tradition Julio Cortázars und Jorge Luis Borges’ gesehen wird. Stefan Zweifel hat sich u.a. durch seine Übertragungen von Marquis de Sade, Jean-Jacques Rousseau und Raymond Roussel einen Namen gemacht und wendet sich nun einem Jahrhundertwerk der französischen Literatur zu: Marcel Prousts „A la recherche du temps perdu”.

Marianne Gareis hat Lateinamerikanistik, Anglistik und Ethnologie studiert. Seit 1989 übersetzt sie Literatur aus dem Portugiesischen und Spanischen, 2014 wurde sie mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin, wie auch die von ihr übersetzte argentinische Autorin Samantha Schweblin. 2014 erschien Schweblins erster Roman „Distancia de Rescate”, der 2015 unter dem Titel „Gift” auf Deutsch veröffentlicht wurde. Für ihren Erzählungsband „Pájaros en la boca”, dt. „Die Wahrheit über die Zukunft”, erhielt sie 2008 den Premio Casa de las Américas sowie den Juan-Rulfo-Preis. Für ihren dritten Erzählband "Siete casas vacías" erhielt sie 2015 den Premio Internacional de Narrativa Breve Ribera de Duero.

Stefan Zweifel hat in Zürich Philosophie, Komparatistik und Ägyptologie studiert. Bereits im Alter von 17 Jahren begann er zusammen mit Michael Pfister eine Neuübersetzung von Marquis de Sades Werken „Justine” und „Juliette”. Seither hat der Literaturkritiker und Autor weitere Autoren wie Boris Vian, Alfred Jarry, Jean-Jacques Rousseau, Raymond Roussel und Jacques Chessex aus dem Französischen übersetzt. Mit der „Suche nach der verlorenen Zeit” wendet er sich nun dem komplexen Erinnerungslabyrinth der Proustschen Perioden zu.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Zürich in Kooperation mit dem Übersetzerhaus Looren und der Weltlesebühne. Weitere Infos: www.literaturhaus.ch und www.looren.net

Zürich | 21. März 2016 | 20.30 Uhr
"Ich war eine Flasche, die weinte"
Die ÜbersetzerInnen Viktoria Dimitrova Popova und Andreas Tretner im Gespräch
Moderation: Isabelle Vonlanthen
Textrezitation: Yves Raeber
Ort: sogar theater Zürich | Josefstr. 106 | 8005 Zürich
Eintritt CHF 22.- | diverse Ermäßigungen

Süchtig nach der Wirkung von Alkohol schreiben sie gegen das Angepasste an: Kalin Terzijskis (*1970) Roman "Alkohol" ist eine hochprozentig autobiografische Reise durch das postkommunistische Bulgarien. Die Dichtung von Alexander Wutimski (1919–1943) ist trunken von Inspiration und billigem Wein, betört und gepeinigt von Schönheit und verbotener Liebe. Wie viel Rausch verträgt die übersetzerische Arbeit? Viktoria Dimitrova Popova und Andreas Tretner kommen ins Gespräch und lesen aus dem bulgarischen Original. Yves Raeber liest Passagen auf Deutsch vor.

Viktoria Dimitrova Popova, geboren in Sofia, emigrierte 1992 in die Schweiz und lebt heute als Übersetzerin aus dem Bulgarischen in Zürich. "Alkohol" ist 2015 in ihrer Übersetzung bei INK PRESS erschienen. Das Buch war 2010 das meistverkaufte belletristische Werk in Bulgarien.
Andreas Tretner ist Literaturübersetzer aus dem Russischen, manchmal Bulgarischen, selten Tschechischen. Er hat unter anderem Bücher von Boris Akunin, Viktor Pelewin und Vladimir Sorokin übersetzt. Neben dem Paul-Celan-Preis erhielt er 2015 den Zuger Anerkennungspreis für seine Übersetzung von "Die Eroberung von Ismajil" von Michail Schischkin. Er lebt in Berlin.
Isabelle Vonlanthen: geboren 1973, studierte Slawistik und Zeitgeschichte in Fribourg, St. Petersburg und Bordeaux und schloss mit einem Doktortitel ab. Sie arbeitet am Literaturhaus Zürich und ist als freie Lektorin tätig.
Yves Raeber: geboren 1955, ist Schauspieler. Er arbeitet auch als Regisseur, Übersetzer und Sprecher.

Eine Veranstaltung von Weltlesebühne und Übersetzerhaus Looren im sogar theater, gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Stiftung Kulturfonds der ProLitteris.