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Weltlesebhne

Hamburg | 16. März 2016 | 19 Uhr
Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong
Der chinesische Bestsellerautor Mai Jia trifft auf seine deutsche Übersetzerin Karin Betz
Moderation und Dolmetschen: Dr. Jing Bartz
Ort: Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg e. V. im Chinesischen Teehaus "Hamburg Yu Garden", Feldbrunnenstraße 67, 20148 Hamburg
Eintritt: frei

Die westliche Presse bejubelt ihn als den "chinesischen Dan Brown" – was dem chinesischen Starautor Mai Jia aber keineswegs gerecht wird. "Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong", vor kurzem als erster seiner Romane in deutscher Übersetzung erschienen, passt nicht in das klassische Thriller-Genre. In seiner Mischung aus historischem Roman, fingierter Reportage und ständigen Perspektivwechseln nähert sich der Roman der Psyche seines Protagonisten. Ist Mai Jia selbst Herr Rong, Mathematik-Genie und Codeknacker im chinesischen Geheimdienst? Schließlich hat Mai Jia in Interviews offenbart, dass er 17 Jahre lang im Geheimdienst der chinesischen Armee tätig war, bevor er Schriftsteller wurde.
Im Rahmen der Reihe "Literatur im Teehaus" (http://www.ki-hh.de/literatur-im-teehaus) erwartet Sie ein besonderer Abend mit einem Schriftsteller, der in die dunkle Seele von Spionen blickt – "und denen folgt man, auch ohne Walther PPK in der Hand und Bondgirl auf dem Schoss, mit größter Spannung" (ORF). Dazu berichtet seine deutsche Übersetzerin Karin Betz von den vielen Sprachen des Mai Jia und wie man den Code zum Übersetzen eines chinesischen Spionagethrillers knackt!

Zu den Teilnehmern: Mai Jia wurde 1964 unter dem Namen Jiang Benhu in Fuyang, Zhejiang-Provinz geboren. Bisher hat er sieben Bücher veröffentlicht, alle sind Bestseller und wurden verfilmt. Heute ist er einer der erfolgreichsten Autoren Chinas. Zwar gilt er als Begründer der chinesischen Spionageliteratur, doch hat er einen ganz eigenen Stil entwickelt. Beeinflusst von Borges und Nabokov, vermischt er auf einzigartige Weise Entschlüsselungskunst, Politverbrechen, historisches Setting und menschliches Drama.

Karin Betz ist Sinologin und hat einen Teil ihres Studiums in Sichuan absolviert. Sie übersetzt hauptsächlich aus dem Chinesischen, u.a. Werke von Liao Yiwu, Yang Lian und Literaturnobelpreisträger Mo Yan. Wenn sie nicht auf Reisen ist, lebt sie in Frankfurt am Main.

Dr. Jing Bartz ist Kulturmanagerin und China-Expertin und lebt in Hamburg.

Eine Veranstaltung des Konfuzius- Instituts Hamburg in Kooperation mit der Weltlesebühne. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.