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Weltlesebhne

Leipzig | 30. September 2016 | 18.30 – 20 Uhr
Tetris mit festen Sprachbausteinen
Die unkonventionelle Übersetzung von Randall Munroes "Dinge-Erklärer"
Ort: Bibliotheca Albertina, Fürstenzimmer, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Eintritt frei

Ralf Pannowitsch und Benjamin Schilling – aus dem Englischen: "Thing-Explainer" von Randall Munroe
Moderation: Roberta Gado

Der US-amerikanische Autor Randall Munroe, geboren 1984, Physiker und ehemaliger Roboteringenieur der NASA, widmet sich gern den komplexen Fragen des Lebens und des Universums. Sein Webcomic "xkcd" machte ihn weltbekannt, sein erstes Buch "What if?" erschien 2014 und wurde in vielen Ländern zum Bestseller. Der Nachfolger "Thing Explainer. Complicated Stuff in Simple Words" wurde noch während des Entstehungsprozesses parallel in mehrere Sprachen übersetzt. Die deutsche Version stammt vom Leipziger Übersetzerduo Ralf Pannowitsch und Benjamin Schilling und erschien Ende 2015 im Münchner Knaus-Verlag. Für die Weltlesebühne stellen sie ihre Übersetzung des unkonventionellen Sachbuch-Comics vor. Immerhin war der Autor mit dem Anspruch angetreten, so komplizierte "Dinge" wie das Sonnensystem, den Teilchenbeschleuniger am CERN oder ein Smartphone für jeden verständlich zu erklären. Erlaubt waren aber nur die 1000 häufigsten Wörtern des Englischen, und natürlich galt diese Einschränkung auch für jede andere Sprache! Im Gespräch erläutern die beiden Übersetzer, ob und wie es möglich war, mit derart begrenzten sprachlichen Mitteln maximales Verständnis zu erzeugen, ohne dabei vollkommen absurd zu klingen. Anhand ausgewählter Beispiele gewähren sie Einblick in ihr Vorgehen, skizzieren Umwege und Tricks auf der Suche nach semantischer Genauigkeit trotz Begriffsarmut und laden das Publikum dazu ein, die Welt selbst einmal mit nur 1000 Wörtern zu erklären.

... und zum Ausklang laden die Leipziger Übersetzer Lisa Kögeböhn, Franka Reinhart, Markus Sahr und Thomas Weiler das Publikum ein zu einer lockeren Lesung im Antiquariat Artemis (Ferdinand-Jost-Straße 20, 20:30 Uhr)!

In Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig