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Weltlesebhne

Köln | 23. Oktober 2016 | 18 Uhr
Die Weltlesebühne zu Gast bei "Tu etwas Mond an das, was du schreibst"
Ort: TAS Theater am Sachsenring, Sachsenring 3, 50677 Köln
Eintritt: 10/8 Euro

Götter des Gemetzels: Eine ganz besondere Ausgabe der Literaturshow im TAS

In der Reihe "Tu etwas Mond an das, was du schreibst", zu der Gerlis Zillgens regelmäßig ins Kölner TAS bittet, geht es diesmal um die Kunst des Übersetzens. Und ums Theater. Übersetzer/in, Schauspieler und Regisseur begegnen sich zu Lesung, Spiel und Gespräch.

Der Profi: Frank Heibert lebt in Berlin. Seit 1983 ist er Literatur- und Theaterübersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen. Er ist einer der Übersetzer des von Joe Knipp am TAS inszenierten Yamina-Reza-Stücks "Gott des Gemetzels". Zu den zahlreichen von ihm übersetzten Autoren zählen Don DeLillo, Richard Ford, William Faulkner, Amos Oz, Tobias Wolff, George Saunders, Raymond Queneau, Boris Vian, u.v.a. 2012 erhielt er den Heinrich-Maria-Ledig- Rowohlt-Übersetzerpreis für sein Gesamtwerk, 2013 den Hieronymus-Ring (von Karin Krieger) und 2016 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis. (www.frank-heibert.de)

Die Newcomerin: Gundula Schiffer lebt als Literatin und Übersetzerin aus dem Hebräischen, Französischen und Englischen in Köln. Sie studierte Komparatistik, Kunstgeschichte und Philosophie in München und widmete sich anschließend der hebräischen Sprache und Literatur, u.a. an der Hebräischen Universität in Jerusalem. 2014 erhielt sie für die Arbeit an Lea Goldbergs Roman Verluste – Antonia gewidmet das erste Nachwuchsstipendium für Literaturübersetzer der Kunststiftung NRW. (www.gundula-schiffer.de)

Richard Hucke, Schauspieler und Radiosprecher, spielt und spricht Übersetzungen von Frank Heibert und Gundula Schiffer, u.a. aus "Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza.

Joe Knipp, Regisseur und Theaterleiter, unterhält sich mit Frank Heibert und Gundula Schiffer.

Gastgeberin: Gerlis Zillgens (www.zillgens.de)

Moderation: Frank Heibert

www.tuetwasmond.com
Kartenvorbestellung: 0221/315 015

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Weltlesebühne.
Gefördert von: Robert Bosch Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Landschaftsverband Rheinland (LVR) und Kunststiftung NRW.

 

Köln | 30. September 2016 | 13 – 18 Uhr
GLÄSERNEs ÜBERSETZEn - Unzensiert!
Sex & Crime
Ort: Lengfeld'sche Buchhandlung, Kolpingplatz 1, 50667 Köln
Eintritt frei

13 – 14.30 Uhr:
Pauline Kurbasik – aus dem US-Amerikanischen: "Dirty Sexy Saint" von Carly Phillips

14.45 – 16.15 Uhr:
Sabine Müller – aus dem Indonesischen: "Schönheit ist eine Wunde" von Eka Kurniawan

16.30 – 18 Uhr:
Andreas Helweg – aus dem US-Amerikanischen: "Hunter's Run" von George R. R. Martin, Gardner Dozois und Daniel Abraham

Köln | 30. September 2016 | 19.30 Uhr:
Was wir teilen: Flandern, die Niederlande - und Indonesien?
Lesung und Diskussion mit Gregor Seferens und Sabine Müller
Moderation: Larissa Bender
Ort: Lengfeld'sche Buchhandlung, Kolpingplatz 1, 50667 Köln
Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit der Lengfeld'schen Buchhandlung und dem Literaturhaus. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln und dem Nederlands Letterenfonds

Köln | 22. April 2016 | 19.30 Uhr
Lea Goldbergs Petrarca
Ein Widerhall biblischer und weltlicher Poesie
Vortrag und Lesung mit Gundula Schiffer

Ort: Lengfeld’sche Buchhandlung, Kolpingplatz 1, 50667 Köln
Eintritt frei

Die einzigen hebräischen Übersetzungen aus Petrarcas "Canzoniere" stammen von der Dichterin Lea Goldberg, auch "Königin israelischer Literatur" genannt. 1953 erschien das kleine Bändchen mit einem Essay bei Sifriat Poalim, Tel Aviv. Für Goldberg, 1911 in Königsberg geboren, 1933 in Bonn promoviert und 1970 in Jerusalem gestorben, zählten Dante und Petrarca zeitlebens zu den prägenden Vorbildern. Zeitgleich mit den "Canzoniere"-Übersetzungen entstand ihr eigener Gedichtzyklus "Die Liebe der Teresa de Meun", gleichsam Zeugnis eines "verspäteten israelischen Petrarkismus". Die übersetzten wie die eigenen Sonette entwickeln dabei einen Assoziationsradius, der von der klassisch-biblischen über die mittelalterliche bis zur modernen (hebräischen) Poesie ausstrahlt.

In einem Vortrag gibt Gundula Schiffer Einblick in einen besonderen kultur- und zeitenüberbrückenden poetischen Dialog. Grundlage der Textbetrachtungen sind eigene deutsche Zweitübersetzungen von Lea Goldbergs Petrarca-Übersetzungen sowie von deren "Teresa"-Sonetten. So wird einerseits beleuchtet, wie die Verwandlung des "Canzoniere" ins Hebräische biblische Resonanzen erzeugt. Andererseits erhält das Publikum bei den deutschen (Zweit-)Fassungen die Möglichkeit, den verzweigten Entstehungsprozess von Lyrik-Übersetzungen nachzuvollziehen.

Gundula Schiffer, geboren 1980, lebt als Literatin und Übersetzerin aus dem Hebräischen, Französischen und Englischen in Köln. Sie studierte vor allem Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in München, widmete sich anschließend der hebräischen Sprache und Literatur, u.a. an der Hebräischen Universität in Jerusalem, und promovierte 2010 über die Poesie der Psalmen in der Übersetzung von Moses Mendelssohn. Für die Arbeit an Lea Goldbergs Roman "Verluste – Antonia gewidmet" (Arco 2015) erhielt sie 2014 das erste Nachwuchsstipendium für Literaturübersetzer der Kunststiftung NRW. Im Sommersemester 2016 nimmt sie einen Lehrauftrag für "Moderne hebräische Literatur in deutscher (& englischer) Übersetzung" am Martin-Buber-Institut für Judaistik der Universität zu Köln wahr. Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V., gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.