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Weltlesebhne

Heidelberg | 5. Dezember 2017 | 19.30 Uhr
Heidelberger Buchpremiere: Wer den Falken nicht kennt ...
Erste arabische Lesestücke mit Salim Alafenisch und Claudia Ott
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Poststraße 15, 69115 Heidelberg
Eintritt frei

Am besten lässt sich die jeweils fremde Sprache im Miteinander erlernen und vertiefen. Diesmal geht es um Arabisch. Kleine Geschichten, Gedichte, Witze, Kochrezepte und kalligraphisch gestaltete Sprichwörter.

Das neue Buch "Erste arabische Lesestücke", erschienen im Oktober 2017 bei dtv, erleichtert den Zugang zur fremden Kultur. Für andere ist sie vertrauter Teil ihrer Herkunft und das fernab aller politischen Schwere. Der beliebte Heidelberger Autor und Erzähler Salim Alafenisch und die bekannte 1001 Nacht-Übersetzerin Claudia Ott gestalten einen vergnüglichen Abend für alle, die spielerisch erste Schritte ins Arabische oder ins Deutsche wagen möchten.

Claudia Ott, geb. 1968, ist die vielfach preisgekrönte Übersetzerin von "Tausendundeine Nacht" (2004), die Entdeckerin und Übersetzerin der Handschriften von "Hundertundeine Nacht" (2012) sowie "Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende" (2016), daneben Arabistin an der Universität Göttingen und Musikerin in internationalen Ensembles orientalischer Musik. Sie ist Jury-Vorsitzende des Coburger Rückert-Preises, erhielt 2011 den Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart und war 2013 für die Weltpremiere von "Hundertundeine Nacht" für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie "Übersetzung" nominiert.

Salim Alafenisch, geb. 1948 in Palästina als Sohn eines Beduinenscheich, lernt mit 14 Jahren lesen und schreiben, studiert in London und Heidelberg Soziologie, Ethnologie und Psychologie, lebt heute als freier Autor und Geschichtenerzähler in Heidelberg. Seine literarischen Vorbilder heißen Al Mutanabbi, Taufiq el Hakim, Ahmed Shauqi, daneben Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse und Thomas Mann. 9 Bücher hat er bislang verfasst, darunter "Der Weihrauchhändler"(1988 ), "Die acht Frauen des Großvaters" und "Das Kamel mit dem Nasenring" (1990), "Das versteinerte Zelt"(1993), "Amira, Prinzessin der Wüste" (1994)," Die Nacht der Wünsche" (1996) und "Die Feuerprobe" (2007).

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg und den Freunden arabischer Kunst und Kultur e. V.

Heidelberg | 30. September 2017 | 19 – 21 Uhr
Mit Übersetzern Übersetzen: Granada
Podium zum Übersetzen mit Autor Antonio Muñoz Molina, den Übersetzern Willi Zurbrüggen und Sabine Giersberg sowie den Studierenden des Workshops. Mit einem Auftritt von "Cristina West y Pepe ... Flamenco"
Moderation: Regina Keil-Sagawe
Ort: Heidelberg, Neckarschiff "MS Europa", Anlegestelle "Stadthalle"
Boarding Time: 18.15 Uhr

Zum 4. Mal heißt es beim Weltübersetzertag 2017 in Heidelberg: "Mit ÜberSETZern ÜBERsetzen". Und wie jedes Jahr ist als Ehrengast mit im Boot: ein Autor aus einer der Partnerstädte Heidelbergs im Netz der UNESCO-Cities of Literature. Diesmal ist es GRANADA mit dem weltberühmten spanischen Antonio Muñoz Molina. Eigens für Heidelberg hat AMMolina einen Text zu Granada verfasst, der am Vormittag des Weltübersetzertags in der Stadtbücherei Heidelberg in einem Übersetzungsworkshop unter Leitung von Willi Zurbrüggen, Sabine Giersberg und Ellen Althaus-Rojas ins Deutsche übersetzt wird. Am Abend geht es dann zu einer beschwingten literarisch-musikalischen Granada-Soirée auf das Neckarschiff MS Europa. Mit von der Partie auf dem Podium zu spanischer Literatur & Übersetzung: Antonio Muñoz Molina und seine deutschen ÜbersetzerInnen, flankiert von der Flamenco-Gruppe Cristina West & Pepe
Moderation: Regina Keil-Sagawe

Antonio Muñoz Molina, 1956 im andalusischen Úbeda geboren, studierte in Madrid und lebte mehrere Jahre in Granada, wo er seine ersten beiden Romane schrieb ("Beatus Ille" und "Winter in Lissabon"). Es folgte ein gutes Dutzend weiterer Romane, die fast alle auch ins Deutsche übertragen wurden. Außerdem hat sich Antonio Muñoz Molina als vielgelesener Essayist hervorgetan, der in namhaften Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Im Alter von 40 Jahren wurde er als jüngstes Mitglied auf Lebenszeit in die Königliche Spanische Akademie berufen. Im Jahr 2013 bekam er für sein Gesamtwerk den angesehenen Prinz von Asturien-Preis. Für die Romane "Winter in Lissabon" und "Der polnische Reiter" wurde ihm jeweils der Nationalpreis für Erzählung verliehen. - Die wichtigsten weiteren Romane: "Carlotas Liebhaber", "Die Augen eines Mörders", "Sepharad", "Die Nacht der Erinnerungen".

Sabine Giersberg, geb. 1964, Abschluss als Diplomübersetzerin des FASK der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Studium der Hispanistik und Lusitanistik am Romanischen Seminar, von 1992-1998 dort wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seither freie Literaturübersetzerin für Belletristik und Hörspiel vornehmlich aus Lateinamerika. Stipendiatin der Berliner Übersetzer Werkstatt und des Deutschen Übersetzerfonds. Mitglied im VdÜ. 2017 Helene-Hecht-Preis der Stadt Mannheim. Von Muñoz Molina hat sie "Carlotas Liebhaber" übersetzt.

Willi Zurbrüggen, geboren 1949, Ideengeber der schwimmenden Weltlesebühne! Übersetzerausbildung am Englischen Institut in Heidelberg; mehrjähriger Aufenthalt in Mexiko und Mittelamerika, seit 1980 freier literarischer Übersetzer u.a. der Autoren Miguel Angel Asturias, Antonio Skármeta, Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda. Zahlreiche Übersetzerpreise, u.a. 1995 und 2013 Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft in Bonn/Berlin. 2010 erscheint sein Debütroman "Nordlich" (edition Büchergilde, Frankfurt; dotbooks, August 2014), 2015 sein erster Kriminalroman "Der ferne Tod" (draupadi/Unionsverlag).
(http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Zurbrüggen)

Cristina y Pepe .... Flamenco: Christina West, promovierte Geographin u. Germanistin, ist zugleich eine der international renommiertesten Flamenco-Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Interesse gilt der kulturellen Identität andalusischer Gitanos ebenso wie der Stadtentwicklung Barcelonas, Heidelbergs oder Mannheims, Stichwort: Immobilienmärkte und demographischer Wandel, Wohnwünsche, Wanderungsmotive. Zuletzt Professorin für Geographiedidaktik an der Uni Koblenz-Landau, derzeit Koordinatorin des Urban Office am Geograph. Institut der Uni Heidelberg. Flamenco begreift sie als "transkulturelles Projekt".

Regina Keil-Sagawe, geb. 1957 in Bochum, nach dem Studium der Romanistik und Germanistik in Bonn und Paris als Universitätsdozentin und Kulturjournalistin aktiv. Sie übersetzt seit 30 Jahren frankophone Literatur v.a. aus dem Maghrebraum (Boualem Sansal, Mohammed Dib, Habib Tengour, Yasmina Khadra u.a.m.). Als Mitglied der Weltlesebühne e.V. organisiert und moderiert sie Übersetzungslesungen und leitet Workshops zu literarischen Übersetzungen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Heidelberg. Mit freundlicher Unterstützung der Weißen Flotte Heidelberg und der Spanischen Botschaft Berlin

Heidelberg | 30. September 2017 | 9 – 13 Uhr
Übersetzungsworkshop Granada
Geschlossene Veranstaltung für Studierende der Hispanistik/Übersetzungswissenschaft Spanisch
mit Sabine Giersberg, Willi Zurbrüggen und Autor Antonio Muñoz Molina
Projektassistenz: Ellen Althaus-Rojas
Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Poststraße 15, 69115 Heidelberg

Zum 4. Mal heißt es beim Weltübersetzertag 2017 in Heidelberg: "Mit ÜberSETZern ÜBERsetzen". Und wie jedes Jahr ist als Ehrengast mit im Boot: ein Autor aus einer der Partnerstädte Heidelbergs im Netz der UNESCO-Cities of Literature. Diesmal ist es GRANADA mit dem weltberühmten spanischen Antonio Muñoz Molina. Eigens für Heidelberg hat AMMolina einen Text zu Granada verfasst, der am Vormittag des Weltübersetzertags in der Stadtbücherei Heidelberg in einem Übersetzungsworkshop unter Leitung von Willi Zurbrüggen, Sabine Giersberg und Ellen Althaus-Rojas ins Deutsche übersetzt wird. Am Abend geht es dann zu einer beschwingten literarisch-musikalischen Granada-Soirée auf das Neckarschiff MS Europa. Mit von der Partie auf dem Podium zu spanischer Literatur & Übersetzung: Antonio Muñoz Molina und seine deutschen ÜbersetzerInnen, flankiert von der Flamenco-Gruppe Cristina West & Pepe
Moderation: Regina Keil-Sagawe

Antonio Muñoz Molina, 1956 im andalusischen Úbeda geboren, studierte in Madrid und lebte mehrere Jahre in Granada, wo er seine ersten beiden Romane schrieb ("Beatus Ille" und "Winter in Lissabon"). Es folgte ein gutes Dutzend weiterer Romane, die fast alle auch ins Deutsche übertragen wurden. Außerdem hat sich Antonio Muñoz Molina als vielgelesener Essayist hervorgetan, der in namhaften Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Im Alter von 40 Jahren wurde er als jüngstes Mitglied auf Lebenszeit in die Königliche Spanische Akademie berufen. Im Jahr 2013 bekam er für sein Gesamtwerk den angesehenen Prinz von Asturien-Preis. Für die Romane "Winter in Lissabon" und "Der polnische Reiter" wurde ihm jeweils der Nationalpreis für Erzählung verliehen. - Die wichtigsten weiteren Romane: "Carlotas Liebhaber", "Die Augen eines Mörders", "Sepharad", "Die Nacht der Erinnerungen".

Sabine Giersberg, geb. 1964, Abschluss als Diplomübersetzerin des FASK der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Studium der Hispanistik und Lusitanistik am Romanischen Seminar, von 1992-1998 dort wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seither freie Literaturübersetzerin für Belletristik und Hörspiel vornehmlich aus Lateinamerika. Stipendiatin der Berliner Übersetzer Werkstatt und des Deutschen Übersetzerfonds. Mitglied im VdÜ. 2017 Helene-Hecht-Preis der Stadt Mannheim. Von Muñoz Molina hat sie "Carlotas Liebhaber" übersetzt.

Willi Zurbrüggen, geboren 1949, Ideengeber der schwimmenden Weltlesebühne! Übersetzerausbildung am Englischen Institut in Heidelberg; mehrjähriger Aufenthalt in Mexiko und Mittelamerika, seit 1980 freier literarischer Übersetzer u.a. der Autoren Miguel Angel Asturias, Antonio Skármeta, Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda. Zahlreiche Übersetzerpreise, u.a. 1995 und 2013 Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft in Bonn/Berlin. 2010 erscheint sein Debütroman "Nordlich" (edition Büchergilde, Frankfurt; dotbooks, August 2014), 2015 sein erster Kriminalroman "Der ferne Tod" (draupadi/Unionsverlag).
(http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Zurbrüggen)

Ellen Althaus-Rojas, geb. 1964 in Marburg, 1991 Abschluss als Diplomübersetzerin für Französisch und Spanisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Uni Heidelberg, seitdem als Übersetzerin und Dozentin für Deutsch als Fremdsprache im In- und Ausland (Chile, Malaysia), u.a. an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, am Englischen Institut und seit 1997 am ISZ (Internationalen Studienzentrum der Uni Heidelberg) tätig. Sie legt in ihrer Fremdsprachendidaktik großen Wert auf Partizipation und Kreativität der Lernenden, schreibt Geschichten für Kinder, ist eine passionierte Vorleserin und seit ihrer Teilnahme am Heidelberger Weltübersetzertag 2016 beim HAIKU-Übersetzungsworkshop zu Gabriel Rosenstock kontinuierlich mit Haiku-Schreib- und Übersetzungsworkshops- und -performances mit Studierenden aktiv. Publikation "Haiku meets Heidelberg", in "Sommergras", Zs. der Dt. Haiku-Gesellschaft, Juni 12017, Nr. 117.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Heidelberg. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Heidelberg und die Spanische Botschaft Berlin

Heidelberg | 30. Juli 2017 | 11 Uhr
"Zwei Spatzen mit einem Stein Erschlagen"
Die Arabischübersetzerinnen Leila Chammaa und Larissa Bender im Gespräch
Ort: Verein der Freunde arabischer Kunst und Kultur e. V., Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg
Eintritt frei

Noch immer führt arabische Literatur ein Schattendasein in Deutschland. Zu anders, zu fremd, zu lokal, zu ausschweifend und viel zu blumig. So lautet die breite Palette an gängigen Klischees, die vor allem eines erkennen lässt: Die ablehnende Haltung des be-Urteilenden.

Trotzdem haben sich die Arabischübersetzerinnen Leila Chammaa und Larissa Bender ganz der arabischen Literatur verschrieben und übersetzen seit Jahrzehnten Romane, Kurzgeschichten, Lyrik und Essays ins Deutsche.

Welche Schwierigkeiten bringt das Übersetzen aus einer so fremden Sprache mit sich? Wie fremd sind sich Deutsch und Arabisch wirklich? Welche Gemeinsamkeiten haben die beiden Sprachen? Wie kann Atmosphäre sprachlich von einem Kulturraum in den anderen übertragen werden? Wie ist es um die Übersetzung von Redewendungen und Sprichwörtern bestellt? Welches Interesse zeigen deutsche Verlage an arabischer Literatur? Wie hat sich das Interesse der hiesigen Öffentlichkeit an arabischer Literatur angesichts der Krisen in der arabischen Welt gewandelt?

Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Kunstgeschichte und Soziologie in Köln und Berlin und verbrachte mehrere Jahre zum Arabischstudium in Syrien. Sie arbeitet als Übersetzerin arabischer Literatur, als Arabischdozentin und als Journalistin. Zu den von ihr übersetzten AutorInnen gehören u.a. Abdalrachman Munif, Fadhil Al-Azzawi, Samar Yazbek, Dima Wannous, Niroz Malek und Hamed Abboud. Außerdem hat sie zwei Bücher über Politik und Kultur in Syrien herausgegeben. Darüber hinaus moderiert sie Veranstaltungen mit AutorInnen, erstellt Gutachten zu arabischer Literatur und berät Verlage und Kulturveranstalter.

Leila Chammaa, in Beirut/Libanon geboren, studierte Islamwissenschaft, Arabistik und Politologie an der FU Berlin und im Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der HU Berlin. Seit 1990 übersetzt sie arabische Literatur ins Deutsche, zunächst ausschließlich Prosa, seit einigen Jahren aber auch mit Begeisterung Lyrik. Sie übersetzte Romane u.a. von Sahar Khalifa, Elias Khoury, Alawiyya Sobh und Gedichte von Abbas Beydoun, Qassim Haddad, Zakaria Mohammed. Neben ihrer übersetzerischen Arbeit dolmetscht und moderiert sie Lesungen mit Schriftstellern und Lyrikern aus der gesamten arabischen Welt und kuratiert literarische Veranstaltungen. Sie ist außerdem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Kultureinrichtungen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig.

Eine Veranstaltung des Vereins der Freunde arabischer Kunst und Kultur e.V. in Kooperation mit der Weltlesebühne e.V.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung