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Weltlesebhne

Freiburg | 3. Oktober 2017 | 16 – 19 Uhr 
GLÄSERNEr ÜBERSETZEr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17, 79085 Freiburg im Breisgau
Eintritt frei

Avant-Première...: In den Wochen vor Eröffnung des Literaturhauses Freiburg werden nicht nur letzte Handwerksarbeiten erledigt – auch die Übersetzer breiten sich aus und arbeiten öffentlich:

Anlässlich des Hieronymus-Tages, dem Tag ihres Schutzpatrons (dem 30. September), stellen zwei Freiburger Übersetzer aus dem Englischen und Französischen ihre Arbeit in den Räumen des neuen Literaturhauses vor: Als "Gläserne Übersetzer" nehmen sie ihr Publikum mit und zeigen die abenteuerlichen Wege und Umwege von einer Sprache in die andere. Auf dem Bildschirm sehen Sie das Original und die vor Ihren Augen entstehende Übersetzung. Publikumsfragen sind sehr willkommen!

16 – 17.30 Uhr 
Tobias Scheffel – aus dem Französischen: »Sacrifices« von Pierre Lemaitre

Über „Sacrifices“, einen Thriller, mit dem der Autor seine Trilogie um den Ermittler Verhoeven abschließt, hieß es in einer französischen Kritik: „Lemaitres Devise: Schnell starten, dann beschleunigen und schließlich in einen Wahnsinns-Schlusssprint übergehen!“ Ob sich dies auch auf die Arbeit des Übersetzers übertragen lässt, kann beim Gläsernen Übersetzer überprüft werden.

Tobias Scheffel, geboren in Frankfurt/M, studierte u.a. Romanistik in Tübingen, Tours und Freiburg. Seit Anfang der Neunziger Jahre übersetzt er Belletristik, Essays und Kinder- und Jugendliteratur aus dem Französischen, unter anderem von Fred Vargas und Robert Bober, zuletzt von Véronique Bizot, Léon Werth, Pierre Lemaitre und Christophe Boltanski.

17.30 – 19 Uhr 
Christoph Trunk – aus dem Englischen: »Healing the Fragmented Selves of Trauma Survivors« von Janina Fisher

Die Erkenntnisse der neurowissenschaftlichen Traumaforschung und der Traumatherapie im engeren Sinne haben in viele Bereiche der psychotherapischen Arbeit Eingang gefunden. Die Autorin zeigt u. a. anhand von Fallgeschichten auf, wie sich diese Entwicklungen mit körperorientierten, achtsamkeitsbasierten und anderen Methoden verbinden lassen.

Christoph Trunk, 1959 geboren, studierte Psychologie in Mannheim, St. Catharines/Ontario und Freiburg. Seit 1992 übersetzt er Sachbücher aus dem amerikanischen und britischen Englisch, vorzugsweise aus den Bereichen Psychologie, Psychotherapie und Hirnforschung. Zu seinen letzten Veröffentlichungen zählen: John Gray, "Politik der Apokalypse – Wie Religion die Welt in die Krise stürzt", Stuttgart: Klett-Cotta, 2009; Alexander L. Chapman & Kim L. Gratz, "Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ein Wegweiser für Betroffene", Paderborn: Junfermann, 2014.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg und der Stadtbibliothek Freiburg