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Weltlesebhne

Frankfurt am Main | 18. Oktober 2017 | 19.30 Uhr
100 Jahre Oktoberrevolution: "Die Welpen" von Pawel Salzman
Die Übersetzerin Christian Körner im Gepräch mit Ilja Kukuj über die Besonderheiten des Werks und die Herausforderung bei der Übersetzung
Ort: Buchhandlung Weltenleser, Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt a. M.
Eintritt 7 Euro

In seinem Roman "Die Welpen" (Matthes & Seitz Berlin), übersetzt von Christiane Körner, erzählt Pawel Salzman vom Leben der Menschen aus der Perspektive zweier junger Hunde: In harten, glasklaren und überscharfen Szenen, die sich wie expressionistische Bilder tief ins Gedächtnis graben, schildert der Roman das Russland der Bürger- und Zwischenkriegszeit von den ostsibirischen Wäldern über die moldawischen Melonenfelder bis zum Brennpunkt Leningrad. Gespiegelt im Blick der unschuldigen Welpen fliehen, leiden, rauben und töten die getriebenen Romanfiguren, deren Wege sich in den Wirren der Zeit zufällig kreuzen. Die jungen Hunde als Beobachter lassen die Unmenschlichkeit der Ereignisse in noch grellerem Licht erscheinen.

Christiane Körner lebt als Übersetzerin und Publizistin in Frankfurt am Main. Sie war als Sprachdozentin in Moskau tätig und hat Tatjana Tolstaja, Dmitri Prigow, Lew Tolstoi, Vladimir Sorokin und andere ins Deutsche übertragen sowie mehrere Anthologien russischer Erzählungen herausgegeben. 2017 wird sie mit dem Paul-Celan-Preises 2017 ausgezeichnet, unter anderem als Würdigung dieser Übersetzung. In der Begründung der Jury heißt es dazu: "Christiane Körner [gelingt es] auf bewundernswürdige Weise, eine ‚völlig neue, filmisch übergenaue, dabei perspektivisch zersplitterte Sprache von fast schmerzhafter Tiefenschärfe‘ (Kerstin Holm) virtuos und hochpoetisch wiederzugeben."

Dr. Ilja Kukuj ist Koordinator für den Sprachunterricht Russisch am Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und ein profunder Kenner der russischen Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Weltenleser und dem Verlag Matthes & Seitz

Frankfurt am Main | 05. Oktober 2017 | 19.30 Uhr
"Übers Meer": Literarisches Strandgut aus dem Maghreb
übersetzt und an Land gezogen von Regina Keil-Sagawe
Ort: Buchhandlung Weltenleser, Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt a. M.
Eintritt 7 Euro

Die Übersetzerin Regina Keil-Sagawe, profunde Kennerin der Kultur und der literarischen Szene Maghrebs, stellt im Gespräch mit ihrer Kollegin Katharina Schmidt zwei aktuelle Werke vor und geht auf die Besonderheiten der Übersetzung dieser Literatur ein: Kaouther Adimis "Steine in meiner Hand" (lenos verlag) und Habib Tengours "Übers Meer. Poem mediterran" (Verlag Hans Schiler)

In ihrem zweiten Roman "Steine in meiner Hand" ("Des pierres dans ma poche") beobachtet Kaouther Adimi den Balanceakt einer jungen Frau, die ihre Identität zwischen unterschiedlichen Welten und Lebensentwürfen sucht. Wunderbar selbstironisch und humorvoll umkreist sie diese großen Fragen des Lebens und lässt dabei tief in die Befindlichkeit einer ganzen Generation blicken. Nominiert für den Prix de la littérature arabe 2016.
"Übers Meer" ("Traverser im Original") ist ein für Habib Tengour ganz zentraler Text aus einer Reihe autobiographisch inspirierter Langgedichte, die den Autor seit Jahrzehnten begleiten. Dieses Buch ist eine polyphone Geschichte des Mittelmeers, von den Griechen, Phöniziern und Arabern der Antike bis hin zu den Emigranten und Flüchtlingen der Gegenwart, unter Anspielungen auf Erzähltraditionen des Mittelmeeraums und Poeten von Heraklit und Homer zu Seferis, Camus und Rimbaud. Habib Tengour wurde 2016 für sein Gesamtwerk mit dem Prix Dante ausgezeichne.

Regina Keil-Sagawe, nach dem Studium der Romanistik und Germanistik in Bonn und Paris als Universitätsdozentin und Kulturjournalistin aktiv, übersetzt seit 30 Jahren Literatur aus dem Maghreb (Boualem Sansal, Mohammed Dib, Habib Tengour, Yasmina Khadra u.a.m.) und ist Vertreterin der Weltlesebühne e.V., sektion heidelberg.

Katharina Schmidt kam über ein Studium der Musiktheater-Regie zum Übersetzen. Sie arbeitet seit vielen Jahren als literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen. Außerdem organisiert und moderiert sie als Mitglied der Weltlesebühne e.V. Übersetzerveranstaltungen.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Weltenleser, zum Ehrengast der Buchmesse Frankreich

Frankfurt am Main | 28. September 2017 | 20.15 – 23.45 Uhr
Filmübersetzen: Synchrontag: Vortrag mit Filmclips
Niels Daniel Peiler: "Alles über Eva" von Joseph L. Mankiewicz
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt a. M.

 20:15 Uhr
Vortrag mit Filmclips

Filmwissenschaftler Nils Daniel Peiler beleuchtet mit Clips aus dem englischen Original und der deutschen Synchronfassung den Prozess der Filmübersetzung von "Alles über Eva". Diese ist quasi "literarisch geadelt", denn kein anderer als Erich Kästner ("Pünktchen und Anton", "Das doppelte Lottchen", "Das fliegende Klassenzimmer", "Emil und die Detektive") verantwortete das Synchrondialogbuch für die deutsche Fassung. Mit Kästners Namen warb die 20th Century Fox of Germany sogar auf ihren Filmplakaten. Für Thomas Bräutigam, Autor des Synchron-Lexikons "Stars und ihre deutschen Stimmen", zählt "Alles über Eva" zu den Meilensteinen der Synchronisation. Er befindet: "Da stimmt alles."

Eintritt frei

21:15 Uhr
Filmvorführung: "Alles über Eva" ("All About Eve", US 1950) Spielfilm, Regie: Joseph L. Mankiewicz, 138 Minuten, DF, 35mm

"Alles über Eva" zählt zu den preisgekrönten Klassikern des Hollywoodkinos: Ausgezeichnet bei den Academy Awards 1951 als bester Film sowie für das beste Drehbuch und die beste Regie wirkt er in Schwarzweiß auch heute noch durch seine herausragenden schauspielerischen Leistungen, die in der deutschen Fassung kongenial übertragen werden. Ein Spiel mit Schein und Sein, das nicht zuletzt durch zahlreiche vielfach zitierte Bonmots in die Filmgeschichte eingegangen ist– ein Meilenstein des Schauspiel- und Theaterfilms.

Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 €, BDÜ-Mitglieder 4 €

 Nils Daniel Peiler, geboren 1988 in Saarbrücken, studierte Germanistik, Bildwissenschaften der Künste sowie Film- und Medienwissenschaft an den Universitäten Saarbrücken, Frankfurt, Paris und Amsterdam. Sein besonderes Interesse gilt u.a. der Filmsynchronisation, der er sich in Seminaren, Vorträgen, Kinoreihen und Veröffentlichungen widmet. Er ist Mitherausgeber des ersten deutschsprachigen Sammelbandes zum Thema "Film im Transferprozess. Transdisziplinäre Studien zur Filmsynchronisation" (Marburg 2015).

In Zusammenarbeit mit dem BDÜ Hessen, dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt und dem Untertitelforum AVÜ e.V.

 

Frankfurt am Main | 30. September 2017 | 16 – 22 Uhr
Filmübersetzen: Synchron/Untertiteln
Filmvorführung, Diskussionspanel und experimentelle Filmvorführung
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt a. M.

16 – 17.45 Uhr
Filmvorführung
Dokumentarfilm über Dolmetscher: "Die Flüsterer" von David Bernet und Christian Beetz (D 2005)

18 – 19.30 Uhr
Diskussionspanel zum Thema Synchron/Untertiteln
mit Frank Sahlberger (Untertitler), Susanna Bonasewicz (Synchrondialogbuchautorin, -regisseurin und -schauspielerin), Claudia Leinert (Dubbing Supervision), Andreas Beilharz (Filmmuseum Frankfurt)
Moderation: Nils Daniel Peiler
Eintritt frei

Wenn das Licht im Saal ausgeht und der Film beginnt, ist ihre Arbeit bereits getan. Und wenn sie richtig gut ist, bleibt sie oft sogar unbemerkt. Doch unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielsetzungen entstehen eigentlich deutsch untertitelte Filmfassungen und Synchronisationen? Praktiker aus den Bereichen Untertitelung, Synchronschauspiel, Dialogbucherstellung, Synchronregie, Supervision und Kinoarbeit erzählen von ihrer Tätigkeit, ihren unterschiedlichen Arbeitsmethoden und Gestaltungsspielräumen. Frank Sahlberger (freiberuflicher Untertitler), Susanna Bonasewicz (Dialogbuchautorin, Synchronregisseurin und Synchronschauspielerin, zudem Vorstandsmitglied des Verbands "Die Gilde", Berlin), Claudia Leinert (Dubbing Supervisorin, Constantin Film München) und Andreas Beilharz (Kino des Deutschen Filmmuseums) beantworten unter der Moderation von Nils Daniel Peiler (Filmwissenschaftler) Ihre Fragen über alles, was Sie schon immer zu Filmsynchronisation und Untertitelung wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.

20 – 22 Uhr
Experimentelle Filmvorführung: halb untertitelt, halb synchronisiert
"Die Gärtnerin von Versailles" (USA 2015) von Alan Rickman
Eintritt: 7, - € /5,- € ermäßigt/BDÜ-Mitglieder 4,- €

 Die Podiumsgäste Frank Sahlberger und Susanna Bonasewicz haben beide an deutschen Fassungen für DIE GÄRTNERIN VON VERSAILLES gearbeitet: er für die Untertitel, sie für Dialogbuch und Synchronregie. Ihren individuellen Zugang zum Film erläutern sie kurz vor Filmbeginn. In experimenteller Aufführungspraxis zeigen wir den Film zur Hälfte in der deutsch untertitelten Fassung von Frank Sahlberger und zur anderen Hälfte in der deutschen Synchronfassung von Susanna Bonasewicz. Eine einmalige Gelegenheit, in einem Kinorahmen beide Fassungen im direkten Dialog zueinander und mit den Bearbeitern vergleichen zu können: In welcher Fassung knistert es mehr, wenn Kate Winslet als fiktive Gärtnerin am historischen Hofe des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. auf Gärtner Matthias Schoenaerts trifft und sich zwischen beiden amouröse Verstrickungen entspinnen? Wie reagiert darauf der untertitelte Regisseur und Sonnenkönig Alan Rickman und wie der synchronisierte?

Frank Sahlberger, geboren 1971 in Walsrode, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Seit 1997 arbeitet er hauptberuflich als freier Untertitler. Hinzu kommen Übersetzungen in den Bereichen Drehbuch, Synchron und Voice-Over. Zu seinen Projekten zählen Filme von Roman Polanski, Wim Wenders und Joel & Ethan Coen. In jüngster Zeit untertitelte er u.a. "The Dinner von Oren Moverman", "Love & Mercy" von Bill Pohlad, "12 Years a Slave" von Steve McQueen, "The Ides of March" von George Clooney sowie den Dokumentarfilm "Citizenfour" von Laura Poitras.

Claudia Leinert studierte Kommunikations- und Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Film an der LMU München. Nach Stationen als Dubbing Managerin bei Columbia Tri-Star Filmverleih (heute Sony), München, und als stellvertretende Geschäftsführerin bei Cinematec, Hamburg, ist sie seit 1995 Postproduction- und Synchronsupervisorin bei Constantin Filmverleih in München. Im Laufe der Jahre betreute sie viele internationale Projekte, die Filmgeschichte schrieben, wie "Das Schweigen der Lämmer", "Seven", "Die Kinder des Monsieur Mathieu", in letzter Zeit "Florence Foster Jenkins" und "BFG: Big Friendly Giant".

Susanna Bonasewicz , geboren 1955 in Berlin. absolvierte sie eine dreijährige Schauspielausbildung bei Prof. Marlise Ludwig. Synchronisert seit 1977 neben zahlreichen anderen Produktionen als Feststimme Sissy Spacek, Isabelle Huppert, Isabella Rossellini und Fran Drescher. Seit 1979 begeistert sie kleine und große Hörspielfans als die Stimme von "Bibi Blocksberg". Seit 1992 arbeitet sie auch als Synchronautorin und Synchronregisseurin, u.a. für "Bridget Jones - am Rande des Wahnsinns", "Happy End mit Hindernissen", "Ein einziger Augenblick", "Sex and the City - Der Film", "A Bigger Splash" und "Sherlock". 2009 wurde Susanna Bonasewicz mit der Silhouette in der Kategorie "Lebenswerk Synchronschauspielerin" ausgezeichnet.

Andreas Beilharz wurde 1985 in München geboren. Er studierte Theater-/Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Film in Erlangen und war bereits neben dem Studium für Print- und Online-Publikationen filmjournalistisch aktiv. Nach Stationen im E-Werk Kino Erlangen, der Kinokooperative Fürth und KommKino Nürnberg, in diesen Städten gründete und leitete er auch mehrere kleine Filmfestivals, ist Andreas Beilharz seit 2016 in der Kinoabteilung des Deutschen Filmmuseums tätig. Bereits in Fürth und in Nürnberg wurde er bei der Verwaltung und Erweiterung der zugehörigen Filmkopien-Sammlungen häufig mit der Frage konfrontiert, inwieweit Sprach- und Synchronfassungen ein Kriterium bei der Übernahme in die Sammlung sein sollten. Im Filmmuseum gehört die Frage, ob untertitelte oder synchronisierte Fassungen gezeigt werden, zur täglichen Programmarbeit, wobei das Filmmuseum normalerweise versucht, nach Möglichkeit (untertitelte) Originalfassungen zu zeigen.

Nils Daniel Peiler, geboren 1988 in Saarbrücken, studierte Germanistik, Bildwissenschaften der Künste sowie Film- und Medienwissenschaft an den Universitäten Saarbrücken, Frankfurt, Paris und Amsterdam. Sein besonderes Interesse gilt u.a. der Filmsynchronisation, der er sich in Seminaren, Vorträgen, Kinoreihen und Veröffentlichungen widmet. Er ist Mitherausgeber des ersten deutschsprachigen Sammelbandes zum Thema "Film im Transferprozess. Transdisziplinäre Studien zur Filmsynchronisation" (Marburg 2015).

In Zusammenarbeit mit dem BDÜ Hessen, dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt und dem Untertitelforum AVÜ e.V.

Frankfurt am Main | 27. September 2017 | 17 – 19.45 Uhr
Gläserner Untertitler
Florian Wolf: "Whitney: Can I Be Me" von Nick Broomfield/Rudi Dolezal
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Eintritt frei

17 – 17.45 Uhr
Florian Wolf
– aus dem Englischen: "Whitney: Can I Be Me" von Nick Broomfield/Rudi Dolezal

18 – 19.45 Uhr
Filmvorführung
– Musikdokumentation über Whitney Houston: "Whitney: Can I Be Me" von Nick Broomfield/Rudi Dolezal (USA/UK 2017)

 Wenn man im Kino sitzt und sich einen Film in Originalsprache anschaut, ist man oft dankbar für Untertitel, denn nicht immer versteht man alles oder beherrscht die fremde Sprache überhaupt. Wer aber hat die vielen fremden Worte in handliche, lesbare Sätze unter die Szene gepackt? Viele Übersetzerinnen und Übersetzer, die mit der fremden Sprache und Kultur vertraut sind, sorgen dafür, dass Filme aus Hollywood, aber auch aus Ländern mit exotischeren Sprachen in Deutschland ihr Publikum ohne Sprachbarrieren erreichen können. Die Weltlesebühne präsentiert Ihnen heute Abend Florian Wolf als "Gläsernen Untertitler" und ist mit dieser Veranstaltung bereits zum dritten Mal zu Gast im Deutschen Filmmuseum. Florian Wolf hat mit seiner Firma sub:werk den neuen Dokumentarfilm WHITNEY: CAN I BE ME untertitelt. Dabei ging es nicht nur um die sprachliche Übertragung der Dialoge, sondern auch um die ästhetische Integration der Untertitel in die gegebenen Bilder. Zum Hieronymustag wird er anhand von Filmausschnitten Einblick in seine anspruchsvolle Arbeit vermitteln, mit Ihnen diskutieren und Ihre Fragen zum Thema beantworten. Außerdem dürfen Sie gerne selbst in den Übersetzungsprozess einsteigen und Vorschläge machen.

Florian Wolf studierte Übersetzungswissenschaft am Institut für Übersetzen und Dolmetschen Heidelberg und spezialisierte sich auf Filmübersetzung und Untertitelung. Seit 2010 ist er freischaffender Übersetzer für audiovisuelle Medien mit dem Schwerpunkt Untertitelung. Seit 2013 gibt er regelmäßig Seminare, Workshops und Lehrveranstaltungen zum Thema.

In Zusammenarbeit mit dem BDÜ Hessen, dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt und dem Untertitelforum AVÜ e.V.

Frankfurt am Main | 28. September 2017 | 17 – 19 Uhr
Gläsernes Übersetzen
Nathalie Lemmens – aus dem Französischen: "Wir werden glücklich sein" von Aurélie Silvestre
Ort: Stadtbücherei Frankfurt – Zentralbibliothek, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt a. M.
Eintritt frei

 Die zweiunddreißigjährige Aurélie Silvestre, Mutter eines kleinen Sohnes und gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger, verliert im November 2015 beim Anschlag auf die Pariser Konzerthalle Bataclan ihren Lebensgefährten. Wie sie und ihre kleine Familie es schaffen, trotz dieses Verlusts nicht den Glauben an das Glück zu verlieren, davon handelt dieses berührende Buch. Die Übersetzerin Nathalie Lemmens lädt das Publikum zu einem Werkstattgespräch ein, stellt sich Fragen und freut sich auf aktive Mitarbeit. Im Anschluss findet eine Buchverlosung statt.

 Nathalie Lemmens stammt aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien und lebt und arbeitet inzwischen in Dieburg bei Darmstadt. Sie studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seit 2002 sowohl Belletristik als auch Sachbücher aus dem Französischen, Englischen und Niederländischen.

Gläserner Übersetzer zum Gastland der Buchmesse 2017: Frankreich

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt und dem Diana Verlag

 

Frankfurt am Main | 27. Juni 2017 | 18.30 Uhr
Die Gläserne Übersetzerin - Liu Cixins "Der Dunkle Wald"
Karin Betz gibt Einblick in ihre Übersetzerwerkstatt
Ort: Konfuzius-Institut Frankfurt, Dantestraße 9, 60325 Frankfurt a.M.
Eintritt frei

Der zweite Teil von Liu Cixins Science- Fiction-Trilogie "Die drei Sonnen" (三体) steckt voller neuer Wortschöpfungen und enthält viel "globalisiertes" Chinesisch – wie übersetzt man das? Wann und warum behält man in der deutschen Übersetzung chinesische Begriffe bei oder nicht, wann verwendet man einen englischen Begriff? Und wie entsteht überhaupt aus einem chinesischen ein deutscher Roman? Karin Betz erzählt von ihrer Arbeit als Übersetzerin aus dem Chinesischen und arbeitet "live" an einem Kapitel von 黑暗森林 (Der dunkle Wald). Das Publikum ist ausdrücklich aufgefordert, mitzudenken, nachzufragen und eigene Vorschläge einzubringen. Chinesischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Weitere Informationen: Hier klicken

Nach der Veranstaltung lädt das Konfuzius-Institut zu einem kleinen Empfang.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e. V. in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Frankfurt

Frankfurt am Main | 25. Mai 2017 | 17 Uhr
Musik und Magie - Die Sprachwelten Haruki Murakamis
Die Japanisch-Übersetzerin Ursula Gräfe gibt einen Einblick in ihre Arbeit
Moderation: Karin Betz
Ort: Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt a.M.
In Kooperation mit NIPPON CONNECTION FILMFEST
Eintritt frei

Die Literaturübersetzerin Ursula Gräfe wird in der Reihe "Nippon Culture" des japanischen Filmfestivals Nippon Connection mit der Übersetzerkollegin Karin Betz über ihre Übertragung kultureller Eigenarten und den besonderen Sound von Murakamis Sprache ins Deutsche sprechen. Vormittags um 11 Uhr läuft dazu im Filmprogramm die Verfilmung des Murakami-Romans "Tony Takitani".

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e. V. in Kooperation mit NIPPON CONNECTION. Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.