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Weltlesebhne

Frankfurt am Main | 30. September 2016 | 17 – 19 Uhr
GLÄSERNES ÜBERSETZEN zum Gastland der Buchmesse Flandern
Ort: Bibliothekszentrum Sachsenhausen, Hedderichstraße 32, 60594 Frankfurt a.M.
Eintritt frei

17 – 19 Uhr: Migration - Endstation?
Ilja Braun – aus dem Flämischen: "Wir da draußen" von Fikry El Azouzzi

 Fikry El Azouzzi, flämischer Autor mit marokkanischen Wurzeln erzählt in "Wir da draußen" spannend und mit schwarzem Humor vom Schicksal muslimischer Einwanderer-Kids in einem belgischen Dorf. Sein Übersetzer Ilja Braun spricht über das Buch, die besonderen Herausforderungen beim Übersetzen und hofft auf rege Teilnahme des Publikums, während er live übersetzt. Anschließend werden drei Exemplare des Buches verlost.

 Ilja Braun studierte Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Erlangen, Glasgow und Berlin. Er übersetzt aus dem Niederländischen und Englischen u. a. Stefan Brijs, Tess Franke und Toine Heijmans.

In Zusammenarbeit mit dem Bibliothekszentrum Sachsenhausen, dem Nederlands Letterenfonds und dem DuMont Verlag

 


Frankfurt a. M.| 19. Mai 2016 | 19 Uhr
gläserner Übersetzer
Marlene Müller-Haas über Adriaan Van Dis
Ort: Seminarhaus Campus Westend, Max-Horkheimer-Str., 60323 Frankfurt
Eintritt frei

In "Ik kom terug" beschreibt Adriaan Van Dis teils amüsant, teils schmerzlich die sehr mühsame Beziehung mit seiner sehr betagten, aber immer noch alerten und dominanten Mutter, die eine wichtige Phase ihres Lebens in der ehemaligen niederländischen Kolonie Indonesien verbracht hat. Im Tausch dafür, dass er seiner Mutter Sterbehilfe leistet, verlangt der Sohn ihre Lebensgeschichte. Das therapeutische Experiment resultiert in einem lesenswerten Roman. Die deutsche Übersetzung erscheint im Herbst 2016 bei Droemer Knaur, München.

Marlene Müller-Haas übersetzt Autoren wie Armando, Harry Mulisch, Charlotte Mutsaers, Stefan Brijs, Geert Maak, Stefan Hertmans, Kristien Hemmerechts und viele mehr. 2003 erhielt sie für ihr Werk den Else-Otten-Übersetzerpreis. Marlene Müller-Haas sieht sich nicht nur als Übersetzerin, sondern auch als Vermittlerin zwischen Kulturen.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne in Zusammenarbeit mit dem Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität Frankfurt/M.

Offenbach | 30. September 2016 | 19.30 – 21.30 Uhr
"Ich war in Lissabon und dachte an ... viele Pferde".
WerkstattgespräcH

Ort: Buchladen am Markt, Wilhelmsplatz 2, 63065 Offenbach
Eintritt frei

Michael Kegler – aus dem Portugiesischen: "Ich war in Lissabon und dachte an dich" (2015) / "Es waren viele Pferde" (2012) von Luiz Ruffato

In der gemütlichen, büchergespickten Atmosphäre des Buchladen am Markt liest Michael Kegler aus seinen Versionen der Werke Luiz Ruffatos "Ich war in Lissabon und dachte an dich" und "Es waren viele Pferde". Angeregt durch Fragen aus dem Publikum berichtet er darüber, wie es ihm so erfolgreich gelingt, Rhythmus, Stilebenen und Wortgewalt Luiz Ruffatos ins Deutsche zu übertragen, mit denen der brasilianische Ausnahmeautor den vielen Ausgegrenzten seiner Heimat kritisch und doch unterhaltsam eine Stimme verleiht.

Michael Kegler, Jahrgang 1967, übersetzt seit 1992 engagiert und mit Leidenschaft Lyrik und Prosa aus dem Portugiesischen. 2014 wurde er für seine Arbeit mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW prämiert (gemeinsam mit Marianne Gareis). 2016 erhielt er zusammen mit "seinem" Autor Luiz Ruffato den Internationalen Hermann-Hesse-Preis der Stadt Calw.

In Zusammenarbeit mit dem BDÜ Hessen und der Buchhandlung am Markt Offenbach

Frankfurt am Main | 20. Oktober 2016 | 17 – 18 Uhr
OPEN BOOKS 2016 - das Lesefest zur Buchmesse
Ort: Haus des Buches, Braubachstraße 16, 60311 Frankfurt a.M.
Eintritt frei

"Das Fremde und die Fremde": Die Niederlande und Indonesien - zwei Ehrengäste im Dialog

Bettina Bach und Gregor Seferens, die Übersetzer von "Die zehntausend Dinge" (Maria Dermoût) und "Der schwarze See" (Hella Haasse) stellen die Bücher vor, die sich beide auf unterschiedliche Art mit der niederländischen Kolonialzeit in Indonesien beschäftigen. Sie werden dabei über die besonderen Herausforderungen und ihre Herangehensweise an die Übersetzungsarbeit diskutieren und diese in prägnanten Beispielen transparent machen.

Moderation: Malu Schrader

Maria Dermoût (1888-1962) und Hella Haasse (1918-2011) sind als klassische Autorinnen des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen und haben beide einen Teil ihres Lebens in Indonesien verbracht. Während Dermoût in ihrem Buch eher die Erinnerung an eine verlorene Welt schildert, geht es bei Haasse um die Gegenüberstellung, um Freundschaft, aber auch Konfrontation zwischen den Indonesiern und den Kolonialherrn am Beispiel von zwei Männern, die als Kinder gemeinsam aufwachsen und sich später als Feinde gegenüberstehen.

Bettina Bach, geboren in Heilbronn, ist zwischen Deutschland und Frankreich aufgewachsen. Nach einer Ausbildung in der Pariser Verlagsfachschule studierte sie Germanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und Amsterdam. Seit 1996 übersetzt sie niederländische, französische und englische Autoren von Belletristik sowie Kinder-und Jugendbüchern, darunter Jan Siebelink, Tommy Wieringa, Philippe Pozzo di Borgo u.a.. 2014 erhielt sie den renommierten Else-Otten-Preis für ihre Übersetzung von Arjan Vissers "Hotel Linda".

Gregor Seferens hat Germanistik, Niederlandistik und Philosophie in Bonn und Köln studiert Er übersetzt Belletristik, Lyrik und Sachbücher aus dem Niederländischen in Deutsche, darunter Autoren wie Harry Mulisch, René Appel, Maarten 't Hart, Abdelkader Benali und Geer Maak. Für seine Übersetzungen von Harry Mulisch "Die Prozedur" erhielt er 2000 den Else-Otten-Preis und 2007 für seine Lyrikübersetzungen, insbesondere für Anna Enquists "Ein neuer Abschied", den Rotterdamer Brockway Prize.

Malu Schrader, studierte Literaturwissenschaftlerin mit Zusatzqualifikation in Buch- und Medienpraxis, arbeitet als Lektorin, Korrektorin und Buchhändlerin. Sie ist eine profunde Kennerin der niederländischen Buchszene.

Mit freundlicher Unterstützung von Open Books. Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und Nederlands Letterenfonds & Vlaams Fonds voor de Letteren