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Weltlesebhne

Berlin | 13. Dezember 2016 | 19 - 20.30 Uhr
Zur Aufgabe der Übersetzerin von Elena Ferrante.
Werkstattgespräch mit Karin Krieger
Moderation: Martina Kempter
Ort: Italienisches Kulturinstitut in der Italienischen Botschaft, Hildebrandstr. 2, 10785 Berlin
Eintritt frei

Elena Ferrantes Werk bedeutet für die Übersetzung eine Herausforderung: Ihre Sprache, dem Anschein nach schlicht und einfach, ist genau gewählt und besticht durch ihre präzise Klarheit. Karin Krieger führt anhand von Auszügen aus dem ersten Band der Tetralogie in das fesselnde Werk ein und berichtet von ihrer noch laufenden Übersetzungsarbeit.

Link zum Programm des Italienischen Kulturinstituts Berlin: Hier klicken

Eine Veranstaltung des Istituto Italiano di Cultura di Berlino in Zusammenarbeit mit der Weltlesebühne e. V.

Berlin | 29. November 2016 | 20 Uhr
Platonow-Lektüren I: „Am Proletariat herrscht heute ein Manko“ - Die Baugrube übersetzen.
Gabriele Leupold im Gespräch mit Christiane Körner
Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Eintritt: € 5 / € 3

Wer Platonow im Original liest, kann sich dem Reiz dieses seltsamen literarischen Idioms nicht entziehen: Es ist ein hochkomplexes, innovatives, fast „ausländisch“ klingendes Russisch, ein Amalgam aus der Rede einfacher Menschen, Parteikauderwelsch und Propaganda und einer mit philosophischen und religiösen Begriffen angereicherten Sprache. Charakteristisch ist das Ineinander von Erzähler- und Figurenrede. Ungewöhnliche Satzstellung, irreguläre Grammatik, schiefe Lexik – Platonow verbiegt die Sprache und macht sie zum Instrument der Erkenntnis.

Die Übersetzung muss sich auf der Höhe der intensiven philologischen Forschung und des sprachlichen Repertoires der deutschen Literatur seit dem Expressionismus bewegen. Viele Arbeiten werfen ein neues Licht auf die Texte, ob es nun um die Analyse der grammatikalischen Kühnheiten bei Platonow geht oder um die „Verdichtung“ als Eigenheit seines Erzählens. Christiane Körner, Übersetzerin und Publizistin, spricht mit ihrer Kollegin Gabriele Leupold über das Wagnis, ein solches Werk ins Deutsche zu bringen.

Eintrag im Programm des Literaturhauses Berlin: Hier klicken

Der Abend ist Teil der Konferenz und Veranstaltungsreihe zu Utopie und Gewalt. Werk und Wirkung des Schriftstellers Andrej Platonow (1899-1951), http://www.dgo-online.org/platonow/de/

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V., gefördert durch das Land Berlin (Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten)


Berlin | 30. September 2016 | 16.30 – 20 Uhr
GLÄSERNER ÜBERSETZER
Ort: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Amerika-Gedenk-Bibliothek, Salon, Blücherplatz 1, 10961 Berlin
Eintritt frei

16.30 – 18 Uhr:
Leila Chammaa – aus dem Arabischen: "Und den Frauen am Verschwinden ein Wohlgefallen" von Latifa Al Duleimi aus "Mit den Augen von Inana", herausgegeben von Birgit Svensson

Leila Chammaa, in Beirut/Libanon geboren, studierte Islamwissenschaft, Arabistik und Politologie an der FU Berlin und im Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der HU Berlin. Seit 1990 übersetzt sie arabische Literatur ins Deutsche, zunächst ausschließlich Prosa, seit einigen Jahren aber auch mit Begeisterung Lyrik. Neben ihrer übersetzerischen Arbeit dolmetscht und moderiert sie Lesungen mit Schriftstellern und Lyrikern aus der gesamten arabischen Welt und kuratiert literarische Veranstaltungen. Sie ist außerdem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Kultureinrichtungen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig.

18.30 – 20 Uhr:
Frank Sievers – aus dem Englischen: "Holloway" von Robert Macfarlane, Stanley Donwood und Dan Richards

Frank Sievers, 1974 in Ahlen geboren, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf, Nantes und Paris. Seit 2002 ist er freiberuflicher Literarischer Übersetzer für Französisch und Englisch, seit 2008 auch Theater-Performer. 2009 war er Stipendiat der Übersetzerwerkstatt des LCB Berlin, 2015 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds. Zu seinen übersetzten Autoren zählen unter anderem Gaétan Soucy, Lauren Gaudé und Roger Deakin. Holloway ist nach Karte der Wildnis und Alte Wege der dritte Band des englischen Naturschriftstellers Robert Macfarlane, den er im Tandem mit Andreas Jandl übersetzt.

In Zusammenarbeit mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Berlin | 25. Februar 2016 | 20 Uhr
Man muss dem Skandal ins Auge blicken
Ein Pasolini-Abend mit Annette Kopetzki und Christoph Klimke
Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Eintritt: € 5

Annette Kopetzki liest eine Auswahl ihrer Übersetzungen seiner Gedichte, Essays und Erzählungen, in der das breite Spektrum von Pasolinis Themen und seine stilistische Experimentierfreude aufscheint. Christoph Klimke liest aus seinem jüngst erschienenen biographischen Essay: »Pier Paolo Pasolini. Dem Skandal ins Auge sehen« (Elfenbein Verlag, Berlin 2015).

Christoph Klimke veröffentlichte Lyrik, Prosa, Essays, Libretti und Theaterstücke. Der Pasolini-Kenner hat sich in mehreren Veröffentlichungen mit Pasolinis Texten und Filmen sowie mit seinem politischen Engagement und dessen unverminderter Aktualität auseinandergesetzt.

Annette Kopetzki übersetzt seit über 25 Jahren Belletristik, Lyrik und Essayistik aus dem Italienischen. Zu ihren Autoren gehören neben Pasolini u.a. auch Andrea Camilleri, Erri de Luca, Alessandro Baricco und Norberto Bobbio.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V.