Suche

Weltlesebhne

Berlin | 30. September 2014 | 13.00 - 16.30 Uhr
HIERONYMUSTAG 2014 - gläserner übersetzer

13.00 – 14.30 Uhr:
Patricia Klobusiczky – aus dem Französischen:
»Le Sel sur la plaie« von Jean Prévost

15.00 – 16.30 Uhr:
Heike Flemming – aus dem Ungarischen:
»Esti« von Péter Esterházy

Ort: Staatliche Museen zu Berlin, Kulturforum, Zentrale Eingangshalle, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin


Berlin | 30. September 2014 | 16.00 - 19.30 Uhr
HIERONYMUSTAG 2014 - gläserner übersetzer

16.00 – 17.30 Uhr:
Andreas Jandl – aus dem Englischen:
»Hier könnte das Ende der Welt sein« von John Corey Whaley

18.00 – 19.30 Uhr:
Leila Chammaa – aus dem Arabischen:
»Als schliefe sie« von Elias Khoury

Ort: Zentral- und Landesbibliothek Berlin - Amerika-Gedenkbibliothek, Salon, Blücherplatz 1, 10961 Berlin


Berlin | 30. September 2014 | 19.00 - 21.00 Uhr
HIERONYMUSTAG 2014 - gläserner übersetzer

Bernhard Robben – aus dem Englischen:
»Aufstieg und Fall großer Mächte« von Tom Rachman

Ort: Dussmann das KulturKaufhaus, Friedrichstraße 90, 10117 Berlin

Berlin | 19. September 2014 | 9.00 - 17.00 Uhr
Die Literaturübersetzer – Künstler im Auftrag

Ort: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin

Aus Anlass des Europäischen Tags der Sprachen laden die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, die Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission, der VdÜ (Verband deutscher Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V./Bundessparte Übersetzer im VS in ver.di) und die Weltlesebühne e.V. ein zu einem Symposium zum Thema "Die Literaturübersetzer – Künstler im Auftrag".

Die Übersetzung literarischer Werke ist die komplexeste Form des Übersetzens. In drei Podiumsdiskussionen wollen wir verschiedene Aspekte dieses Berufs erörtern: Wie werde ich Literaturübersetzer? Braucht es dazu eine besondere formale Ausbildung, wie sieht die Weiterbildung aus? Lohnt es sich, Literatur zu übersetzen? Wie steht es um die Anerkennung von Literaturübersetzern? Was könnte und müsste sich grundlegend ändern? Gibt es inhaltliche/sachliche Grenzen des Literaturübersetzens? Wie gehen Literaturübersetzer mit scheinbar unübersetzbaren kulturellen Divergenzen um?

Am Ende der Veranstaltung steht eine szenische Lesung von Mitgliedern der Weltlesebühne: „Wir müssen reden. Mündlichkeit in der Übersetzung.“

Durch die Veranstaltung führt der Übersetzer und Vorsitzende des VdÜ, Hinrich Schmidt-Henkel.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um elektronische Anmeldung über diese Internetseite bis 17. September 2014

Berlin | 6. Juni 2014 | 20 Uhr
Fisch im Ohr, Welt im Kopf
Das Abenteuer des Übersetzens

Ein Podiumsgespräch mit David Bellos (Übersetzer und Autor), Silvia Morawetz (Übersetzerin), Daniel Loayza (Übersetzer)
Moderation: Frank Heibert (Übersetzer)

Ort: Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin
Eintritt frei

Wie schaffen es Menschen, sich miteinander zu verständigen – schon gar über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg? Übersetzen liegt im Kern unserer kulturellen Identität. David Bellos, Professor an der Uni Princeton (USA) und selbst auch literarischer Übersetzer, wirft tausend spannende Fragen auf und bietet viele oft überraschende Antworten und Beispiele, in einer geistreichen tour d’horizon, die Historisches, Theoretisches und Anekdotisches gekonnt und pointiert verknüpft. „Zum Übersetzen ist schon so gut wie alles gesagt worden – aber selten so gewitzt.“ (Durs Grünbein)

Im Rahmen der Tagung des Dachverbands europäischer Literaturübersetzerverbände (CEATL) diskutieren David Bellos, seine deutsche Übersetzerin Silvia Morawetz und sein französischer Übersetzer Daniel Loayza über Tücken und Wonnen des Übersetzens, moderiert von Frank Heibert.

David Bellos lehrt seit 1997 Französische, Italienische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Princeton University, wo er auch ein Programm in Übersetzung und Interkultureller Kommunikation leitet. Das Thema der Literaturübersetzung nimmt im breitgefächerten Forschungsfeld des Professors, der außerhalb des akademischen Kontexts auch selbst als Übersetzer und Biograph von Georges Perec hervorgetreten ist und mehrere Preise gewann (1988 den French-American Foundation’s translation prize, 1994 den Prix Goncourt de la Biographie und 2005 den Man Booker International translator’s award), einen prominenten Platz ein. Sein Buch "Is That a Fish in Your Ear? Translation and the Meaning of Everything" erschien bei Penguin (UK) und Faber (USA) im Herbst 2011.

Dessen Übersetzung ins Französische, die unter dem Titel "Le poisson e le bananier" 2012 bei Flammarion in Paris herauskam, besorgte zusammen mit dem Verfasser Daniel Loayza, der aktuell als künstlerischer Berater, Dramaturg und Übersetzer am Odéon – Théâtre de l’Europe arbeitet. Für Aufführungen am Theater übersetzte der ausgebildete Altphilologe Die Trachinierinnen des Sophokles, aber auch Tennessee Williams. Unlängst erschienen ist seine Übersetzung der Fabeln des Äsop.

Silvia Morawetz lebt und arbeitet als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur (u.a. Louis Bayard, Joyce Carol Oates, Anne Sexton) in Celle und ist verantwortlich für die deutsche Bellos-Übersetzung "Was macht der Fisch in meinem Ohr? Sprache, Übersetzen und die Bedeutung von allem" (Eichborn, Köln 2013).

Frank Heibert, mehrfach ausgezeichneter Übersetzer von u.a. Richard Ford, Don De Lillo, Neil LaBute und Yazmina Reza sowie Verfasser des Buchs "Das Wortspiel und seine Übersetzung" (Gunter Narr, Tübingen 1993), wird das Podium moderieren.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. und des Eichborn Verlags. Gefördert durch das Land Berlin (Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten)

Weltlesebühne im Literaturhaus Berlin 
Berlin | 29. Januar 2014 | 20 Uhr
Den Toten Name und Stimme geben
– Vielstimmigkeit in Roman und Übersetzung

Ein schwedischer Dokumentarroman über das jüdische Getto in Łódź, ein italienischer Roman über ein Roma-Lager im heutigen Italien

Mit Gisela Kosubek und Maja Pflug
Moderation: Martina Kempter

Ort: Literaturhaus, Großer Saal
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin
Eintritt 5 / 3 Euro

Steve Sem-Sandbergs Roman „Die Elenden von Łódź“ (schwedisches Original erschienen 2009, in Gisela Kosubeks dt. Übersetzung bei Klett-Cotta, 2011) erzählt, basierend auf historischen Dokumenten, die Geschichte des jüdischen Gettos im von den deutschen Besatzern so genannten Litzmannstadt von seiner Errichtung Ende 1939 bis zu seiner Auflösung im August 1944. Er beschreibt, fiktionalisiert und literarisiert den Alltag, das Elend des Lebens und Sterbens seiner Bewohner. Im Zentrum steht dabei die zwiespältige Figur des so über- wie ohnmächtigen „Judenältesten“ Mordechai Chaim Rumkowski, Handlangers der Nazihenker. Zahllose andere Figuren, reale wie fiktive, bevölkern den Roman, bekommen darin Gesicht, Namen, Stimme – und ein grauenvolles Kapitel der Vernichtung der europäischen Juden wird zu einer eindringlichen Polyphonie des Totengedenkens gestaltet.

Auch Milena Magnani führt uns in ihrem Roman „Der gerettete Zirkus“ (ital. Original erschienen 2008, in Maja Pflugs dt. Übersetzung 2010 bei Edition Nautilus) mitten in die durch gesellschaftliche Diskriminierung, Absonderung, Elend und Gewalt gezeichnete Lebenssituation in einem italienischen Romalager unserer Gegenwart. Dessen Bewohner kommen aus verschiedenen südosteuropäischen Herkunftsländern und sprechen viele Sprachen. Magnanis Erzählerfigur ist ein sterbender ungarischer Rom, dessen Lebenserinnerung sich zurückbezieht auf den Tod seiner Vorfahren im Vernichtungslager Birkenau. Höchst poetisch, vollkommen unsentimental und sachlich genau führt Magnanis „geretteter Zirkus“ vom Tod jedoch zurück ins Leben.

Die Übersetzerinnen lesen aus den beiden Romanen und bringen deren Vielstimmigkeit zu Gehör. Im Gespräch wird es darum gehen, welche übersetzerische Herausforderung die Sprachen- und Stimmenvielfalt bedeutet.

Gisela Kosubek, geb. 1941 in Breslau, war von 1969 bis 1990 Lektorin für schwedische und finnische Literatur beim Verlag Volk und Welt; seither lebt sie als freiberufliche Übersetzerin aus drei nordischen Sprachen, hauptsächlich dem Schwedischen, in Berlin.
Maja Pflug, geb. 1946, hat zahlreiche Bücher der italienischen Literatur übersetzt, u.a. von Cesare Pavese, Pier Paolo Pasolini, Natalia Ginzburg, Fabrizia Ramondino. Über Ginzburg schrieb sie auch eine Werkbiographie („Natalia Ginzburg. Eine Biographie“, Wagenbach 1995). Sie lebt und arbeitet in Rom und in München.
Martina Kempter, geb. 1961, übersetzt ebenfalls aus dem Italienischen, Belletristik (z.B. Alberto Savinio) und Sachbücher (Geschichte, Kunstgeschichte). Sie lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin.

 

oben